Schiff beschädigt Transportleitung - Trinkwassernetz wird umgestellt

Wasserversorger Gelsenwasser kündigt ab heute (18.10.) für die Städte Waltrop, Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Oer-Erkenschwick, Selm, Olfen und Nordkirchen eine Umstellung des Trinkwassernetzes an. Es kann zu Wassertrübungen kommen.

Schiff beschädigt Transportleitung - Trinkwassernetz wird umgestellt

Wie Gelsenwasser mitteilt, hat ein Schiff in Haltern am See eine Brücke beschädigt, die über den Wesel-Datteln-Kanal führt. Über diese Brücke führt eine Trinkwasser-Transportleitung, die diverse Städte - zum Teil auch Waltrop - mit Wasser versorgt.

1,5 Millionen Liter Trinkwasser pro Stunde

Andreas Palm, Technischer Leiter am Gelsenwasser-Standort in Recklinghausen, erklärt: „Durch diese Leitung mit einem Durchmesser von einem Meter fließen pro Stunde bis zu 1,5 Millionen Liter Trinkwasser aus dem Wasserwerk Haltern. Wenn wir die Leitung außer Betrieb nehmen, fehlt uns diese Wassermenge in dem Gebiet, in das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Haltern geliefert wird.“

Wasserwerk Witten muss mehr liefern

Das wiederum bedeutet, dass mehr Wasser aus dem Wasserwerk Witten an der Ruhr nach Norden geleitet werden muss. Das ist generell möglich, weil das Trinkwassernetz so aufgebaut ist, dass jede Stadt aus verschiedenen Richtungen und unterschiedlichen Wasserwerken versorgt werden kann.

Wassertrübung ist möglich

Möglicherweise kommt es im Rahmen der zweiwöchigen Umstellung allerdings zu Wassertrübungen. Durch die Änderung der Fließrichtung können mineralische Partikel wie Eisen oder Mangan, die sich über die Jahre in den Leitungen abgelagert haben, losspülen. Diese Trübungen seien zwar optisch störend, aber unbedenklich, so Gelsenwasser. Der Versorger empfiehlt, bei Trübungen das Wasser eine Zeit lang laufen zu lassen, bis es wieder klar ist.

  • Meldungen über Trübungen nimmt die Gelsenwasser-Störungsstelle entgegen unter Tel.: 0800/7 9999-20

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