Beim VfB ist der Wurm drin - zweite hohe Niederlage in Serie für Özdemir-Team

Da fehlten Yüksel Özdemir, dem Trainer des A-Ligisten VfB Waltrop, die Worte. Nach der 2:7-Heimschlappe gegen SW Meckinghoven folgte nun mit dem 1:6 gegen den FC/JS Hillerheide das zweite Debakel in Folge auf eigenem Geläuf.

Beim VfB ist der Wurm drin - zweite hohe Niederlage in Serie für Özdemir-Team

„Eigentlich waren wir in der Anfangsphase gut im Spiel“, berichtet Özdemir, „doch dann schlichen sich erneut individuelle Fehler bei uns ein“, fügt er hinzu. Einer dieser Fehler führte dann nach einem Standard schon nach knapp einer Viertelstunde zur Gästeführung (14.). Nur fünf Minuten später hieß es schon 0:2 aus Sicht des Gastgebers.

Schiri erkennt Treffer des VfB nicht an

Noch vor der Pause zappelte der Ball dann im Netz der Gäste, doch Schiedsrichter Jörg Sielemann verweigerte dem Treffer die Anerkennung, weil er den Schützen im Abseits gesehen hatte. „Das war niemals Abseits. Denn unser Spieler kam aus der Tiefe und ich stand so gut, dass ich das beurteilen kann“, ärgerte sich der Coach über die Entscheidung des Unparteiischen.

Fatih Ataman sorgt kurzfristig für Hoffnung

Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff musste der VfB den nächsten Nackenschlag hinnehmen. Die Gäste zogen auf 3:0 davon (48.). Das war aber keinesfalls die Entscheidung in der Partie. Denn in der 72. Minute keimte beim Gastgeber Hoffung auf. Fatih Ataman hatte zum 1:3 eingenetzt. Nur wenig später hatte dann Nico Maikämper ein dickes Ding auf dem Fuß, doch er scheiterte. „Wenn er den reingemacht hätte, wären wir wieder im Spiel gewesen“, trauert Özdemir der vergebenen Chance nach.

„Die Gegentrefferquote ist eindeutig zu hoch“

Danach nahm das Unheil seinen Lauf. Nur Sekunden nach Maikämpers Chance traf Hillerheide zum 4:1 (75.) und legte danach noch zwei Treffer (83./87.) zum 1:6-Endstand nach. „Unsere Gegentrefferquote ist momentan einfach zu hoch. Irgendwie ist der Wurm drin“, sagt Özdemir und hofft, sein Team bis zum nächsten Sonntag, wenn es zum Derby beim SV Borussia Ahsen geht, wieder aufbauen zu können.

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Dirk Lenze ist zur Pause nicht zufrieden

Besser lief es hingegen für die zweite Mannschaft des VfB. Das Team von Trainer Dirk Lenze fertigte den 1. FC Preußen Hochlarmark II mit 9:2 (2:2) ab. Doch trotz des Kantersieges war der Trainer nur bedingt mit den gezeigten Leistungen zufrieden. Zwar ging das Team durch Daniel Heider schnell in Führung (5.), doch genauso schnell passte sich der VfB dem langsamen Tempo der Recklinghäuser an. Die Folge waren zwei Treffer der Gäste (28./33.). Zum Glück gelang Markus Krawietz kurz vor der Pause noch der 2:2-Ausgleich (41.).

Nach deutlicher Kabinenpredigt dreht das Team auf

„In der Halbzeit habe ich dann deutlich gemacht, dass mir der Auftritt unseres Teams bis dahin nicht gefallen hat“, berichtet Lenze über eine deutliche Kabinenpredigt, die letztlich dann auch Wirkung zeigte. David Brand brachte die Hausherren wieder in Führung (54.). Den Rest zum 9:2-Kantersieg besorgten dann Heider, der noch doppelt traf (73./88.), Osama Omar (65.), Adama Njie mit einem verwandelten Foulelfmeter (80.), erneut Brand (83.) und Bastian Spring (86.). „Die zweite Halbzeit hat Mut gemacht für das Derby bei Entracht Waltrop am kommenden Sonntag“, sagt Lenze.

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