Der junge Waltroper Lukas Bosbach wagt den Sprung ins Profilager

Dieses Wochenende ist ein besonderes. Zumindest für den Tischtennisverein (TTV) Waltrop, Felix Happ und Lukas Bosbach. Doch in der Trilogie der Reihe nach.

Der junge Waltroper Lukas Bosbach wagt den Sprung ins Profilager

Der TTV hat mit Lukas Bosbach am Samstag (31. Juli) schon den mittlerweile neunten Bundesfreiwilligen Dienstleistenden (Bufdi) verabschiedet. Erster in der langen Liste der Bufdis beim TTV war Tobias Klinke, einige können sich sicherlich noch gut an ihn erinnern. Einen Tag nach der Verabschiedung von Lukas Bosbach, also am heutigen Sonntag, wird Felix Happ den Job als Bufdi beim TTV übernehmen - zumindest theoretisch. Aber dazu gleich mehr.

Felix Happ hatte bislang mit Tischtennis wenig am Hut

Der 18-Jährige Felix Happ hat kürzlich sein Abitur mit einer Note von 1,6 abgelegt und strebt das Studium der Psychologie an. „Ich wollte vor Beginn des Studiums zunächst mal ein Jahr Pause von der Schulbank machen“, begründet Happ seinen Entschluss, sich als Bufdi zu bewerben. Da er mit Lukas Bosbach befreundet ist, lag es nahe, dass er sich beim TTV nach einer freien Stelle erkundigte. „Jens Korte (der Vorsitzende des TTV, Anm. d. Red.) hat dann den Antrag gestellt, der dann letztlich auch positiv beschieden wurde“, berichtet Happ im Gespräch. Dabei hatte er bislang mit Tischtennis relativ wenig Berührungspunkte. „Ich habe mal im Urlaub oder im Garten den Schläger in der Hand gehabt, das war es aber auch schon“, berichtet er WaltropReporter.

Ob der Bufdi in einer Mannschaft spielt?

Nun aber ist er Vereinsmitglied im TTV. Ob er allerdings in einem der Teams im Meisterschaftsbetrieb zum Einsatz kommt, das steht noch in den Sternen.

Kleine Randnotiz: Da der 1. August in diesem Jahr ein Sonntag ist, müsste Happ eigentlich am Montag seinen Dienst antreten. Da er aber mit Freunden, wie alljährlich um diese Zeit, für eine Woche im Urlaub ist, beginnt sein Dienst gleich mit einem Urlaubstag. Das Alltagsleben eines Bufdis fängt für ihn somit erst am 3. August an.

Lukas Bosbach stand schon 2014 für den TTV an der Platte

Die spannendste Zeit wartet sicherlich auf Lukas Bosbach, dessen Zeit als Bufdi, nachdem er sein Fachabitur gebaut hatte, vor einem Jahr begann. „Damals hatte mich Jens Korte angeschrieben, ob ich nicht Lust hätte, beim TTV den Dienst zu absolvieren. Da ich für mein geplantes Studium einen praktischen Teil benötigte, habe ich zugesagt“, erzählt Bosbach. Denn der TTV war zuvor schon viele Jahre seine sportliche Heimat. Schon 2014 trat er im Dress der Waltroper an die Platte.

„Ich werde Tischtennisprofi“

Doch das sind längst vergangene Geschichten. Nun wartet auf Lukas ein Abenteuer, das er sich wahrscheinlich 2014 - als leicht übergewichtiger Teenager - nicht hätte vorstellen können. „Ich werde Tischtennisprofi“, erklärt Bosbach kurz und knapp seine nähere Zukunft.

Beim SV Velbert II wird Bosbach im unteren Paarkreuz spielen

In der kommenden Saison wird Bosbach im unteren Paarkreuz für den SV Union Velbert II aufschlagen, der genauso wie die erste Mannschaft der Verlberter in der 3. Liga Nord an die Platte treten wird. Daneben hat er mit dem Sportausstatter Craft, der im Tischtennissport eigentlich nicht Zuhause ist, aber u.a. die Kicker des SV Darmstadt ausrüstet, einen Vertrag geschlossen. „Daneben werde ich in Velbert als Trainer arbeiten“, sagt Bosbach.

Sparrings- und Trainingspartner für den bayerischen Verband

Wie sehr Bosbach momentan mit dem Tischtennis verbunden ist, kann man auch daran erkennen, dass all dies noch lange nicht genug für ihn ist. „Ich habe schon für den bayerischen Tischtennis Verband als Sparrings- und Trainingspartner gearbeitet und habe auch Anfragen von anderen Landesverbänden“, erzählt der 18-Jährige im Gespräch mit WaltropReporter. Außerdem will der Waltroper versuchen, im Ausland zu trainieren.

Viele Starts bei der „Challenger Series“ geplant

Zu guter Letzt berichtet Bosbach, dass er ab 4. August bei der „Challenger Series“ in Biberach-Ochsenhausen teilnehmen wird. „Dies ist eine Turnierserie mit wechselnden Spielern, die bis zum Jahresende wöchentlich gespielt wird. Es gibt dabei Prämien für jeden Sieg und am Jahresende wird dann der Gesamtsieger ermittelt“, weiß Bosbach zu berichten. „Ich werde versuchen, so oft wie möglich dort anzutreten“, sagt er abschließend.

Bleibt dem WaltropReporter nur noch, dem jungen Tischtennistalent für die Zukunft alles Gute zu wünschen.

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