Ridder sieht bei der 1:5-Niederlage ein kollektives Mannschaftsversagen

So hatte sich Trainer Oliver Ridder den Auftritt seiner Mannschaft beim besten Willen nicht vorgestellt. Bezirksligist Teutonia SuS geriet im Auswärtsspiel bei Union Lüdinghausen komplett unter die Räder und verlor mit 1:5 (1:1).

Ridder sieht bei der 1:5-Niederlage ein kollektives Mannschaftsversagen

„Um es klar und deutlich zu sagen, die Niederlage ist verdient, auch in der Höhe“, sagt Ridder wenige Minuten nach dem Abpfiff und fügt hinzu: „Ein derartiges Versagen einer von mir trainierten Mannschaft habe ich in den langen Jahren als Trainer noch nicht erlebt.“ Über die gesamte Spielzeit hatte Ridder kein gutes Spiel gesehen. „Das war ein schlechter Herbstkick von beiden Teams“, meint er.

Felix Bramsel trifft zum 1:1

In der an Höhepunkten armen ersten Halbzeit gingen zunächst die Hausherren in Führung (11.), doch nur zehn Minuten später konnte Felix Bramsel den Treffer zum 1:1-Ausgleich erzielen (21.). Damit sind eigentlich die Höhepunkte der ersten Halbzeit aufgezählt.

Teutonia SuS stemmt sich nicht gegen die drohende Niederlage

„Schon in der Pause war mir klar, wer das zweite Tor erzielt, geht als Sieger vom Platz“, berichtet der Coach. Und mit einem sehenswerten Freistoßtor aus gut und gerne 30 Metern, der genau im Winkel einschlug, waren es dann die Gastgeber, die mit 2:1 in Führung gingen (57.). Wer nun hoffte, die Teutonen würden sich gegen die drohende Niederlage stemmen, sah sich getäuscht. So konnten die auf dem vorletzten Tabellenplatz stehenden Lüdinghausener in der letzten halben Stunde noch drei weitere Treffer erzielen (74./86./87.).

Rote für Henrik Sommer nach einer Notbremse

Doch damit ist das Debakel für die Waltroper noch nicht komplett erzählt. In der 77. Minute zog der nach 33 Minuten für Julian-Eric Cumpata ins Spiel gekommene Henrik Sommer die Notbremse und sah vom Schiri Sharikan Sivanathan die Rote Karte. „Der Platzverweis geht völlig in Ordnung, mich ärgert nur, dass kurz zuvor ein Lüdinghausener doppelt foult und auf dem Platz bleiben darf“, kommentiert Ridder Sommers Rote Karte.

Kiesenberg und Ruhnau werden von der Kritik ausgenommen

„Wir haben es heute nicht geschafft, die vielen Ausfälle zu kompensieren. Und die, die stattdessen gespielt haben, haben ihre Chance nicht genutzt. Das Team hat komplett versagt, die Vorstellung war nicht bezirksligatauglich. Ausnehmen möchte ich nur den U19-Spieler Christian Ruhnau, der über die vollen 90 Minuten alles versucht hat, und Nils Kiesenberg aus der zweiten Mannschaft, der ebenfalls vollen Einsatz gezeigt hat“, lässt Ridder seinen Emotionen freien Lauf.

Sonntag erwartet Ridder einen anderen Auftritt seines Teams

„Nachdem es in den letzten Wochen eigentlich ganz gut gelaufen ist, wurde heute jeder Einzelne auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt“, sagt der Coach, der die Leistung gegen Lüdinghausen sicherlich nochmal aufarbeiten wird. „Am nächsten Sonntag erwarten wir Viktoria Kirchderne, und da möchte ich einen anderen Auftritt meines Teams sehen“, sagt er abschließend.

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