VfB gewinnt irres Spiel mit 4:3: Große sportliche Geste und ein Matchwinner

Es war an diesem Tag nicht die Klasse, die die Partie zwischen dem VfB Waltrop und SuS Bertlich sehenswert machte. Es waren Dramatik, Spielverlauf und Spannung. Am Ende einer beinahe irren Partie setzt sich der VfB mit Glück 4:3 (2:1) durch.

VfB gewinnt irres Spiel mit 4:3: Große sportliche Geste und ein Matchwinner

Doch bevor es zu den sportlichen Fakten geht, zunächst ein Wort zur Szene des Spiels. Die hatte nämlich nur sekundär etwas mit dem Spielgeschehen zu tun. Nachdem Bertlichs Sinan Özen bei einem Zweikampf übel umknickte und vor Schmerzen schreiend auf dem Kunstrasen liegen blieb, war es Waltrop Ilyas Oezdemir, der Özen nach der Erstversorgung nahm und vom Feld trug. Dafür gab es Applaus von allen Seiten.

VfB dreht Rückstand

Die Partie selbst war bis dahin wenig hochklassig. Beide Teams taten sich schwer, sodass die 2:1-Halbzeitführung für den VfB als eher glücklich betrachtet werden durfte. Bertlich war zunächst nach sieben Minuten in Führung gegangen, doch die Hausherren im Hirschkampstadion drehten die Partie durch Tore von Fatih Ataman (1:1/11.) und Günes-Ferhat Öztürk (2:1/40.).

Sahin rettet auf der Linie

Auch Durchgang zwei verlief bisweilen zerfahren. Der VfB kam nach Wiederanpfiff zwar besser rein, konnte seine passablen Chancen durch Nico Maikämper (50.) und Thorben Hermann (58.) aber nicht nutzen. Auf der anderen Seite war es Waltrops Mehmet Ali Sahin, der für seinen bereits geschlagenen Schlussmann Lucas Dandl auf der Linie gegen Bertlichs Daniel Bongers rettete.

Der Joker sticht schnell

Dann ein Wechsel, der sich rückblickend betrachtet als spielentscheidend entpuppen sollte: VfB-Routinier Daniel Heider kam aufs Feld, sortierte sich vorne ein und traf keine 60 Sekunden nach seiner Einwechslung zum 3:1 (76.). Mit viel Ruhe vollstreckte er einen Angriff, den Bertlich auf Grund eigenen Unvermögens nicht geklärt bekam. Heider nahm die Einladung abgezockt wie dankend an.

Deckel war noch nicht drauf

Wer jetzt glaubte, dass der VfB damit den Deckel auf die Partie geschraubt hatte, der irrte. Denn jetzt fand plötzlich auch der SuS Bertlich wieder Gefallen am Tore schießen. Der direkte Gegenzug: Bongers brachte über links einen scharfen Ball auf den langen Pfosten, wo Bertlichs 10er und Kapitän kompromisslos vollstreckte - nur noch 2:3 (77.).

VfB unter Beschuss

Bertlich war jetzt dran, der Ball kannte nur noch eine Richtung: hin zum VfB-Tor. Nach einem groben Schnitzer in der Abwehr war es dann so weit. Bertlichs Kapitän schaltete am schnellsten und erzielte den 3:3-Ausgleich (84.). Und gerade, als Bertlich drauf und dran war, das Ergebnis auf den Kopf zu stellen, schlug „Mr. Erfahrung“ zum zweiten Mal zu: Daniel Heider. In der 6. Minute der Nachspielzeit und dem letzten Angriff des Spiels stieg Heider am höchsten und köpfte zum 4:3 für den VfB über die Linie.

Am Ende war es ein glücklicher Sieg aus Waltroper Sicht. Nach vier Spielen steht der VfB mit neun Punkten auf Rang vier. Bertlich ist mit sechs Punkten Achter.

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