Metall-Tischplatten aus dem Park geklaut: Security streift, Sperrstunde letztes Mittel

Bürgermeister Marcel Mittelbach ist erbost darüber, was in den letzten Wochen und Monaten im Stadtpark passiert: Mehrere Tausend Euro Schaden sind durch Vandalismus bereits entstanden, gestern Nacht dann die Krönung.

Metall-Tischplatten aus dem Park geklaut: Security streift, Sperrstunde letztes Mittel

Unbekannte haben von den Sitzgruppen im Lesegarten sowie am großen Spielplatz zwei Tischplatten aus Metall abmontiert und aus dem Park entfernt. Schaden: Rund 2500 Euro. „Das machen wir so nicht mehr mit“, kommentiert Mittelbach im Gespräch mit unserer Redaktion.

500 Euro Belohnung ausgesetzt

Als ersten Schritt hat die Stadt nun eine Belohnung über 500 Euro ausgesetzt „für Hinweise, die zur Ergreifung von Tätern führen“, betont der Bürgermeister. Dabei gehe es nicht nur um diejenigen, die jetzt die Tischplatten gestohlen haben. Es gehe auch um diejenigen, die für weitere Beschädigungen verantwortlich sind, die seit Monaten im Park stattfinden.

Bis zu 6.000 Euro Extra-Kosten

Jüngst hat der Ver- und Entsorgungsbetrieb (V+E) in seiner Verwaltungsratssitzung mitgeteilt, dass allein durch zusätzliche Reinigungsarbeiten 5.000 bis 6.000 Euro höhere Kosten angefallen sind.

Sicherheitsdienst nur an Wochenenden

Um dem Vandalismus Herr zu werden, hat die Stadt inzwischen bereits einen Sicherheitsdienst engagiert, der an Wochenenden nachts Kontrollfahrten unternimmt. Von der Erwartung, dass die Stadt dort „24/7“ präsent sein sollte, müsse man sich verabschieden, sagt Mittelbach deutlich. „Das ist nicht zu leisten.“ Der Kommunale Ordnungsdienst kontrolliert laut Mittelbach bis 0 Uhr, an den Wochenenden übernimmt dann ein Security-Unternehmen. Maßnahmen, die natürlich (Steuer-)Geld kosten.

Alkoholverbot und Sperrstunde als letztes Mittel

Mittelbach will das Vandalismus-Problem in „mehreren Eskalationsstufen“, wie er sagt, angehen. Stufe eins ist jetzt die Belohnung, verbunden mit der Hoffnung, dass mehr Bürgerinnen und Bürger mit aufpassen, was im Park passiert. Reicht das nicht aus, sagt der Bürgermeister, müsse man auch über Maßnahmen wie ein Alkoholverbot oder eine Sperrstunde nachdenken. „Das will ich eigentlich nicht. Wenn es aber nicht anders geht, dann bleibt uns irgendwann wohl nichts anderes übrig.“

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