VfB Waltrop kommt gegen Meckinghoven schwer unter die Räder - 2:7

Der VfB Waltrop hat das Nachbarschaftsduell mit Schwarz-Weiß Meckinghoven klar mit 2:7 (0:2) verloren. Den Dattelnern spielte dabei in die Karten, dass der VfB bereits nach 17 Minuten nur noch zu zehnt auf dem Platz stand.

VfB Waltrop kommt gegen Meckinghoven schwer unter die Räder - 2:7

Es war eine der Partien, bei der man sich am Ende fragen durfte, wie es zu diesem Ergebnis kommen konnte. Der VfB war auf heimischem Geläuf gewiss nicht so aussichtslos unterlegen, wie es das Ergebnis vermuten lässt.

6:0 Ecken nach 15 Minuten

Nach einer Viertelstunde führten die Waltroper nach Ecken mit 6:0. Zweimal war es dabei Ilyas Oezdemir, der Dattelns Torwart Dennis Apitzsch zu Paraden zwang. Bemerkenswert: Oezdemir als einer der körperlich kleinsten Akteure auf dem Platz kam jeweils mit dem Kopf zum Zuge. Zu diesem Zeitpunkt hatte Nico Maikämper bereits einen „Strahl“ aus 20 Metern rausgeholt (3.), den Apitzsch so eben noch löschen konnte.

Rot wegen Tätlichkeit

Dann die Szene, die eine Rudelbildung und eine Rote Karte nach sich ziehen sollte. Waltrops Günes-Ferhat Öztürk wird im Kampf um den Ball mit mehreren Gegenspielern an der Wade getroffen, geht zu Boden und beschwert sich. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Es bildet sich eine Traube, es kommt zum leichten Gerangel und am Ende zeigt Schiedsrichter Dominik Blanier Rot für Günes-Ferhat Öztürk wegen einer Tätlichkeit. Der VfB spielte fortan nur noch zu zehnt.

War der Ball im Aus oder nicht?

Der Unparteiische stand kurz darauf wieder im Mittelpunkt der Ereignisse. Dattelns Stürmer Roy Breilmann kratzte den Ball im Strafraum von der Grundlinie, spitzelte in die Mitte, wo Sadi Öztürk aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob (29.). Die VfBer protestierten lautstark, hatten den Ball bereits im Aus gesehen. Es war eine ganz knappe Entscheidung, wenngleich das Spielgerät tendenziell nicht mit vollem Umfang im Aus war. Das zeigen auch unsere Fotos dieser Aktion (siehe Bildergalerie).

Halbherzige Verteidigung

Das 1:0, es war freilich wichtig für SWM. Am Ende sollte diese Szene den Kohl aber nicht mehr fett machen. So zeigte sich beim 2:0 durch Calvin Harres (43.) für die Gäste aus Datteln, was aus Waltroper Sicht eines der Hauptprobleme an diesem Tag war: eine zu halbherzige Verteidigung. Ein ums andere Mal hat sich die Defensive viel zu leicht ausspielen lassen, was nicht primär daran lag, dass Meckinghoven herausragend gute Angriffe nach vorne gebracht hat.

SWM effektiv und clever

Effektiv und clever sind die Schlagworte, die dem Team von David Krück zweifelsfrei gerecht wurden. Das zeigte sich vor allem in Halbzeit zwei, wo Michail Tsiafakis nach einem Ballverlust der VfB-Abwehr zum vorentscheidenden 3:0 (48.) traf. Spätestens als Roy Breilmann auf 4:0 erhöhte (63.), war die Messe gelesen.

Handelfmeter verwandelt

Daran änderte auch nichts der Anschlusstreffer zum 1:4. Fatih Ataman hatte einen berechtigten Handelfmeter verwandelt, auch wenn Dattelns Florian Popova beteuerte, nur sein Gesicht bei einem Schuss von Denis Voca geschützt zu haben.

Auflösungserscheinungen und Ergebniskosmetik

Die Meckinghover Antwort auf des Gegentor waren die Treffer fünf bis sieben binnen acht Minuten, als sich Auflösungserscheinungen in Waltrops Abwehr offenbarten. Erneut Breilmann (75.), Andreas Stolzenberg (76.) und Julien Homfeld per Freistoß (83.) schraubten auf 7:1 hoch. Fatih Ataman betrieb für den VfB noch einmal Ergebniskosmetik - 2:7 (89.).

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