Nach Vorfall im Park: Es gibt Zweifel an Unfall-Geschichte des Verletzten

So lange nicht das Gegenteil bewiesen ist, zählt die Unschuldsvermutung: Das betont Polizei-Sprecher Andreas Lesch ausdrücklich. Dennoch gibt es Hinweise, dass sich der Unfall am Samstagabend im Waltroper Stadtpark anders zutrug als dargestellt.

Nach Vorfall im Park: Es gibt Zweifel an Unfall-Geschichte des Verletzten

Wie WaltropReporter bereits am Sonntagmorgen berichtet hat (siehe verlinkten Artikel in diesem Text), ist es am Samstagabend gegen 20 Uhr zu einem Unfall im Moselbachpark auf Höhe der Straße „Am Stadtgarten“ gekommen. Dabei wurde ein junger Mann aus Datteln (21) nach polizeilicher Einordnung „schwer verletzt“. Allerdings: Als schwer verletzt gilt man bei der Polizei bereits, wenn man für einen Tag stationär im Krankenhaus aufgenommen wird.

War es doch keine Fahrerflucht?

Zunächst hatte es geheißen, dass ein Rollerfahrer im Vorbeifahren einen Fußgänger erfasst und verletzt hat. Der Unfallverursacher soll sich dann vom Ort des Geschehens entfernt haben. „Diese Variante ist auch immer noch nicht ausgeschlossen“, so Lesch. Allerdings gebe es eine Zeugenaussage, dass der verletzte Dattelner selbst der Fahrer des Motorrollers gewesen sein soll, sich also bei einem Eigenunfall verletzt hat.

Einige Fragen sind noch offen

Die Polizei, die unter anderem mit einer Ermittlungsgruppe vor Ort war, hat unterdessen einen verlassenen Roller auffinden und sicherstellen können. Ob dieses Fahrzeug das Unfallfahrzeug ist, ist aktuell noch genau so wenig geklärt wie die Frage nach dem Besitzer und dem Fahrer. Dem 21-jährigen Dattelner, der mit zwei weiteren jungen Männern unterwegs war, ist laut Polizei eine Blutprobe entnommen worden. Möglicherweise soll er alkoholisiert gewesen sein.

Sollte es noch weitere Zeugen geben, die Angaben zu dem Unfallhergang machen können, bittet die Polizei um Informationen unter Tel.: 0800/2361-111

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