Stadt fordert Akteneinsicht - Schwabe mit Eingeständnis und neuem Vorschlag

Eine Reaktion auf die Schreiben von Bürgermeister Marcel Mittelbach (wir berichteten) gab es bisher weder vom WSA noch aus dem Verkehrsministerium. Es geht um die Oberwieser Brücke. Heute gab es einen Ortstermin.

Stadt fordert Akteneinsicht - Schwabe mit Eingeständnis und neuem Vorschlag

Bundestagsabgeordneter Frank Schwabe (SPD) hat sich am Donnerstagmittag (22.7.) gemeinsam mit Waltrops Bürgermeister Marcel Mittelbach (SPD) und diversen Ratsvertretern anderer Parteien an der Oberwieser Brücke getroffen. Bestandsaufnahme, wenn man so will. Das Bauwerk ist seit Kurzem durchfahrtsbeschränkt auf 2,50 Meter. Ein schwerer Einschnitt für viele Landwirte, die jetzt größtenteils über den Umweg durch Castrop-Rauxel ihre Felder anfahren müssen.

Mittelbach hat „kein Verständnis“

Eingangs sagte Bürgermeister Mittelbach, dass die Stadt beim WSA nun Akteneinsicht gefordert habe, um selbst bewerten zu können, wie es um das Bauwerk bestellt ist. „Die Akteneinsicht wird den Betroffenen aktuell ja verwehrt, wofür ich kein Verständnis habe“, so Mittelbach.

„Ehrlich gesagt - das hat es nicht beschleunigt“

Auch Frank Schwabe war zugegen. Er schlug vor, die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Kirsten Lühmann, nach Waltrop einzuladen; „Nur, wenn Sie das noch wollen“, schränkte Schwabe gleichzeitig ein. Es war ein Eingeständnis, dass es beim letzten Mal, als er Lühmann nach Waltrop gelotst hatte, trotz großer Bemühungen ihrerseits keine großen Auswirkungen hatte. Es ging um die verkorkste Hebewerkbrücken-Baustelle. „Ehrlich gesagt - das hat es nicht beschleunigt“, so Frank Schwabe ganz offen. „Trotzdem: Desto mehr man tut, desto besser ist es.“ Sein Vorschlag fand Anklang, auch bei den Parteivertretern anderer Couleur. Und es gab einen Konsens darin, dass die CDU in Waltrop über ihre Drähte zusätzlich Druck in Richtung Verkehrsministerium aufbauen müsse. Parteichef Ludger Finke sagte dies auch zu.

Das WSA soll Rede und Antwort stehen

In noch einem Punkt waren sich alle einig: Beim nächsten Mal, wenn es ein Treffen zum Thema Oberwieser Brücke gibt, müssen auch Verantwortliche des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes dabei sein, um Rede und Antwort zu stehen. Um das zu betonen: Zu diesem Treffen war das WSA nicht eingeladen worden.

Waltroper Brücken-Gipfel?

Schwabe sieht Waltrop unterdessen als Spezialfall mit Blick auf die diversen Brücken-Problematiken an. „Eigentlich kann man nicht nur über die eine Brücke hier reden“, so der Bundestagsabgeordnete, der an eine Art „Waltroper Brücken-Gipfel“ denkt. Bekanntlich stehen neben der Oberwieser Brücke auch die Lukasbrücke vor Hornbach und die Lörinhofbrücke zur Erneuerung an. Damit droht Waltrop regelrecht zur Insel zu werden.

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