Drei von vier Klubs stehen wieder auf dem Platz - glücklich ist trotzdem anders

Die neue Corona-Schutzverordnung (gültig ab 28. Mai) lässt nun auch wieder Kontaktsport im Freien für bis zu 25 Personen zu. Allerdings ist Voraussetzung hierfür, dass die Aktiven einen aktuellen Corona-Test vorweisen können.

Drei von vier Klubs stehen wieder auf dem Platz - glücklich ist trotzdem anders

Der Test muss allerdings von einer offiziellen Teststelle durchgeführt werden. WaltropReporter hat bei den Verantwortlichen der vier Fußballvereinen der Stadt nachgefragt, wie sie die neue Lage bewerten.

Oliver Ridder (Trainer Teutonia SuS): „Wir trainieren bereits seit letztem Freitag kontaktlos und haben dies auch in dieser Woche am Dienstag und Donnerstag so praktiziert. Die neue Regelung kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Man sollte die Kirche, was die Beschränkungen angeht, auch mal im Dorf lassen. Es gibt zwar auch Möglichkeiten des kontaktlosen Trainings, das dem normalen Training nahekommt. Aber beim Fußball gibt es immer wieder kurzzeitige Berührungen. Letztlich werden wir uns aber an die Auflagen halten müssen.“

Yüksel Özdemir (Trainer VfB Waltrop): „Wir starten heute (28. Mai) mit dem kontaktlosen Training. Ich werde meinen Jungs dann die neuen Auflagen erläutern und vorschlagen, dass alle zum Training mit einem aktuellen Corona-Test erscheinen.“ Wie Özdemir weiter berichtet, war der VfB in den letzten Wochen auch nicht untätig. „Wir haben an der Nike-Challenge teilgenommen. Dabei musste jeder Akteur in sechs Tagen 30 Kilometer laufen. 80 Prozent der Mannschaft haben dieses Ziel erreicht.“

Marcel Himmel (Sportlicher Leiter FC Spvgg. Oberwiese): „Wir wollen mit der richtigen Vorbereitung am 1. Juli starten. Alles, was davor kommt, ist ein Bonus. Um bis dahin erstmal wieder reinzukommen, wollen wir ganz normal anfangen zu kicken. Alle sollen sich kennenlernen, weil wir ja doch auch ein paar Neue im Team haben.“ Was die Trainings-Voraussetzung eines Corona-Testes angeht, nimmt Marcel Himmel auch die Mannschaft in die Pflicht: „Es muss da ein Umdenken stattfinden. Man kann sich am Freibad zum Beispiel bis 18.30 Uhr testen lassen, das kostet dich fünf Minuten. Wenn einmal dieses Umdenken stattgefunden hat, werden wir da auch gut mit fahren. Sicher ist, dass bei uns ohne Test niemand auf den Platz kommen wird.“

Guido Siekirka (Vorsitzender Eintracht Waltrop): „Seit Dienstag trainieren wir schon wieder kontaktlos. Wie es jetzt weitergeht, müssen wir aber noch besprechen.“ Grundsätzlich ist der Eintracht-Chef aber nicht begeistert von der Vorgabe, nur mit aktuellem Corona-Test auf den Platz zu dürfen. „Wie soll das denn alles funktionieren? Die Leute müssen doch alle auch arbeiten“, sagt Siekirka. Er würde es begrüßen, dass der Trainingsbetrieb unter freiem Himmel nach der langen Pause und bei der niedrigen Inzidenz auch ohne Test wieder aufgenommen werden dürfte.

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