Waltroper Feuerwehr-Fonds: Es gibt jetzt einen konkreten Partner-Ort

Das 2.400-Einwohner-Dörfchen Arloff-Kirspenich (Bad Münstereifel) soll der Partner-Ort werden, in dem der Waltroper Feuerwehr-Fonds eingesetzt wird. Am Donnerstag hat sich eine Waltroper Abordnung persönlich ein Bild vor Ort gemacht.

Waltroper Feuerwehr-Fonds: Es gibt jetzt einen konkreten Partner-Ort

Dreieinhalb Stunden für 160 Kilometer. Das Verkehrschaos ist auch zwei Wochen nach der Flut-Katastrophe noch spürbar. Jochen Möcklinghoff, Pressesprecher der Feuerwehr Waltrop, berichtet von „gesperrten Brücken und unterspülten Straßen“ auf der Anfahrt.

Große Verantwortung

Gemeinsam mit Wehr-Chef Detlef Tzschackert war er in Richtung Arloff-Kirspenich gefahren, um sich selbst ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Schließlich ist der Grund ein wichtiger; und einer, der eine große Verantwortung mit sich bringt. Es geht um den Hilfs-Fonds der Waltroper Feuerwehr.

Hilfs-Fonds ist auf 42.000 Euro angewachsen

Mittlerweile sind 42.000 Euro auf dem Spendenkonto eingegangen. Geld, mit dem die Feuerwehr Waltrop gezielte Hilfsaktionen für Flutopfer auf die Beine stellt. Um zu garantieren, dass ausnahmslos jeder Spenden-Cent seine Bestimmung finden wird, haben sich Tzschackert und Möcklinghoff nun ins Auto gesetzt.

Rats-Mitglied ist Krisenmanager

Per E-Mail hatte Jochen Möcklinghoff zuvor den Kontakt zu der kleinen Gemeinde aufgenommen. Dass die Fluten den Raum Bad Münstereifel heftig getroffen hatten, hatte man in Waltrop über Feuerwehr-Kreise erfahren. „Wir haben bei unserem Besuch ein Rats-Mitglied kennengelernt. Er ist für den kleinen Ort als Art Krisenmanager eingesetzt“, schildert Möcklinghoff, der von einem irrsinnig großen Engagement des Mannes berichtet.

Der Waltroper Fonds soll langfristig helfen

Und Waltrops Feuerwehr-Sprecher berichtet weiter, dass es das Örtchen wahrlich schlimm getroffen habe (siehe Bildergalerie). Während THW und Bundeswehr derzeit noch dabei seien, die gröbste Infrastruktur wieder herzustellen und Schuttberge zu beseitigen, geht der Waltroper Plan schon einen Schritt weiter. „Es bringt jetzt nichts, etwas übers Knie zu brechen“, so Möcklinghoff. Es bringt aber etwas, dem örtlichen Krisenmanager den Rücken zu stärken und zu signalisieren: Wir sind mit unserem Fonds für euch da, wenn wir gebraucht werden.

Geld wird nicht für städtische Gebäude eingesetzt

Dabei ist aber auch klar: Das Geld, das so viele Vereine, Firmen und Privatpersonen in den Waltroper Feuerwehr-Fonds eingezahlt haben, wird nicht dazu verwendet, um städtische Gebäude oder Kitas großer Träger wieder aufzubauen. „Das hat unser Ansprechpartner auch direkt gesagt - dafür gibt es andere Töpfe“, sagt Jochen Möcklinghoff. Zur Verfügung gestellt werden soll das Geld viel mehr für „Oma Lieschen“ mit kleiner Rente, die durch das Hochwasser womöglich ihren ganzen Hausstand verloren hat. Freilich dient dies nur als Beispiel.

Dafür, dass genau solche Hilfsprojekte umgesetzt werden, garantiert die Waltroper Feuerwehr mit ihrem guten Namen. Wir berichten, sobald es konkrete Vorhaben gibt.

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