Oberwieser Brücke: Mittelbach schickt Brandbrief an Minister Scheuer

Waltrops Bürgermeister Marcel Mittelbach (SPD) hat einen Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) geschrieben. Thema: die Oberwieser Brücke. In dem Brief findet Mittelbach klare Worte, was er vom Vorgehen der zuständigen Behörde hält.

Oberwieser Brücke: Mittelbach schickt Brandbrief an Minister Scheuer

Die Genese ist in Waltrop bekannt: Seit zehn Jahren weiß das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) von den erheblichen Schäden an der Oberwieser Brücke. Damals war versprochen worden, die Brücke bis jetzt längst erneuert zu haben. Passiert ist das nicht, stattdessen hat das WSA jetzt die Durchfahrtshöhe derart drastisch abgesenkt, dass landwirtschaftliche Maschinen den Kanal über diesen Weg nicht mehr passieren können.

Umweg bis zu acht Kilometer

Für viele Bauern ist die Brücke allerdings die einzige Möglichkeit, ihre Felder zu erreichen, sofern sie nicht einen erheblichen Umweg von bis zu acht Kilometern pro Tour über Castrop-Rauxel machen wollen.

Eine andere Perspektive aufzeigen

Die Langversion der Geschichte hat Marcel Mittelbach nun niedergeschrieben und ans Bundesverkehrsministerium sowie - leicht abgewandelt - auch ans WSA geschickt. Den Verkehrsminister fordert Waltrops Bürgermeister ganz persönlich dazu auf, den Menschen „eine andere Perspektive aufzuzeigen“ als die, dass die Brücke für weitere zehn bis 15 Jahre durchfahrtsbeschränkt bleibt.

Schlechte Kommunikation und vage Aussagen

Mittelbach geht in dem Schreiben auch auf die schlechte Kommunikation des WSA ein. „Das Verhalten des zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamtes, die betroffenen Anwohner:innen und die Landwirtschaft mit absolut vagen und in keiner Weise belastbaren Aussagen abzufinden, ist nicht nur bürgerunfreundlich sondern eine Missachtung der von Ihnen eingeworbenen Transparenz.“

„Verschiebung eines lange bekannten Problems“

Die Stadt Waltrop werde alles tun, um zu helfen, heißt es sinngemäß weiter. „Dies ist nämlich keine Lösung sondern nur die Verschiebung eines lange bekannten Problems in eine ungewisse Zukunft auf Kosten vieler betroffener Landwirt:innen und Anwohner:innen.“

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