Kaderplanung ohne Scouting: Die Strategien von VfB und Teutonia SuS

Nicht nur im Seniorenfußball laufen derzeit die Planungen für die kommende Spielzeit. Auch bei den jugendlichen Kickern haben die Trainer derzeit alle Hände voll zu tun, den Kader für die neue Saison zusammenzustellen.

Kaderplanung ohne Scouting: Die Strategien von VfB und Teutonia SuS

Unsere Redaktion hat sich mit Trainer Oliver Naumann vom VfB Waltrop sowie mit Thomas Brinker, dem Jugendleiter von Teutonia SuS, unterhalten. Naumann trainiert gemeinsam mit Sven Jahn, Mehmet Tosun und neuerdings auch Tim Kuit, der vom FC Frohlinde zum VfB gestoßen ist, die U15-Kicker im Hirschkamp. Seit der letzten Saison kickt die U15 in der Regionalliga, der höchsten Spielklasse für diese Altersgruppe. „Wir haben ja schon Erfahrung mit der Kaderzusammenstellung in Corona-Zeiten“, sagt Naumann und erinnert daran, dass es in der letzten Saison ähnlich gelaufen sei.

Zwölf Spieler aus der U14 „im Blickfeld“

Vom Kader der abgelaufenen Spielzeit verbleibt mit dem Iserlohner Noah Sehrbrock lediglich ein Spieler in der U15. „Aus der U14, die in der Bezirksliga spielt, haben wir zwölf Spieler im Blickfeld. Mal sehen, wer den Sprung zu unserem Team schafft“, berichtet der Trainer und ergänzt: „Natürlich haben wir auch ein Augenmerk auf externe Spieler geworfen.“ Dabei nutzt der VfB sein gutes Netzwerk und auch die Kooperation mit dem FC Schalke. Im Visier haben Naumann und sein Trainerteam aktuell Spieler von der Hammer Spielvereinigung, der SSV Buer, dem TuS Hordel, dem FC Brünninghausen und dem STV Horst Emscher.

Kein klassisches Scouting möglich

Bereits seit dem Winter laufen Gespräche zwischen dem VfB, den Eltern und den potenziellen Neuzugängen. „Das klassische Scouting während eines Spiels fiel ja in diesem Jahr aus. Deswegen werden wir uns erst endgültig für einen Spieler entscheiden, nachdem wir uns ab Freitag (21. Mai, Anm. d. Red.) wieder in Gruppen zu 20 Spielern mit zwei Trainern auf dem Platz bewegen dürfen“, berichtet Naumann. Am Ende strebt der VfB eine Kaderstärke von 23 bis 24 Spielern an.

Teutonia SuS setzt mehr auf Breitensport

Während beim VfB gerade in seinen ersten Mannschaften der jeweiligen Altersklasse leistungsorientierter Fußball im Vordergrund steht, hat sich Teutonia SuS mehr dem Breitensport verschrieben. Nichtsdestotrotz muss sich das Team um Jugendleiter Thomas Brinker auch vor jeder Saison Gedanken machen über die Zusammenstellung der einzelnen Teams in den Altersklassen. „Es wäre natürlich wünschenswert, wenn die Spieler in der G-Jugend (Mini-Kicker) zu uns finden würden und dann bis zu den A-Junioren und später in den Senioren bei Teutonia SuS spielen würden. Doch das ist nicht immer der Fall“, sagt der Jugendleiter. So ist man auch bei den Teutonen immer auf der Suche nach Nachwuchskickern in allen Altersklassen. „Dabei kommt es auch in Ausnahmefällen mal dazu, dass wir aktiv auf Spieler zugehen. Doch das ist eher selten der Fall.“

Teams in allen Altersklassen

So unterschiedlich die Zielsetzung bei den beiden Vereinen auch ist, eines haben sie jedenfalls auch gemeinsam: Beide Klubs haben auch in der kommenden Saison von der G-Jugend bis hoch zu den A-Junioren in jeder Altersklasse mindestens ein Team im Meisterschaftsbetrieb.

(Text: Klaus Karickas)

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