Sparkasse stellt in Waltrop ihre Immobilienabteilung neu auf

Der Immobilienmarkt boomt weiterhin und die Sparkasse Vest reagiert: Marco Berns wird neuer Hauptansprechpartner der Sparkassen-Maklerei für Waltrop.

Sparkasse stellt in Waltrop ihre Immobilienabteilung neu auf

Die Sparkasse Vest in Waltrop stellt ihre Immobilienabteilung neu auf: Ulrike Intven, die hier seit zwölf Jahren das bekannte Gesicht der Sparkassen-Maklerei ist, verlagert den Schreibtisch in ihre Heimatstadt Castrop-Rauxel, wird Waltrop aber nicht gänzlich verloren gehen. Neuer Hauptansprechpartner in Immobilien-Angelegenheiten für die Sparkasse Waltrop wird allerdings Marco Berns.

Stark aufgestellte Mitbewerber

Der Immobilienmarkt boomt, und die Mitbewerber sind in Waltrop so gut aufgestellt wie in kaum einer anderen Stadt im Kreis: Gründken & de Freitas, Duis, Borghaus, Ernesti, die Volksbank. „Wir brauchen Verstärkung und tragen dieser Entwicklung Rechnung“, stellt Marktbereichsdirektor Erich Holzinger fest.

„Kleine Ostvest-Partnerschaft“

Gut die Hälfte ihrer Zeit in Waltrop war Ulrike Intven Einzelkämpferin. Wegen der großen Nachfrage nach Immobilien, nach Exposés und Besichtigungsterminen sei das schlicht nicht mehr machbar. „Waltrop ist eine sehr gesuchte Wohnstadt“, betont Holzinger, der von einer „kleinen Ostvest-Partnerschaft“ zwischen den Immobilienabteilungen in Waltrop und Castrop-Rauxel redet.

Teilweise aggressive Anfragen

Noch deutlicher zeigt Ulrike Intven das Dilemma auf: Zuletzt seien teilweise 50 Anfragen für Besichtigungen eingegangen, noch am gleichen Tag, sobald sie ein neues Objekt ins Netzt gestellt habe. „Und teilweise sind das richtig aggressive Anfragen“, sagt Intven. Der Grund liegt dabei auf der Hand: Die Nachfrage ist riesig, das Angebot äußerst knapp. Ein Trend, den Ulrike Intven in dieser zugespitzten Art seit einem Jahr erkennt. „Vorher habe ich das so noch nicht erlebt“, betont die erfahrene Maklerin.

Durchschnittlich einen Monat dauere es derzeit, ein Haus in Waltrop zu verkaufen, sagt Erich Holzinger. „Früher hat man gesagt, es dauert drei bis sechs Monate“, stellt der Sparkassen-Chef fest. Und auch was die Preisentwicklung angeht, kennt der Immobilienmarkt in Waltrop weiterhin nur eine Richtung: nach oben. „Alleine von Januar bis März 2021 beträgt die durchschnittliche Preissteigerung bei Eigentumswohnungen fünf Prozent“, so Holzinger. Von März 2020 bis März 2021 seien es sogar 12,5 Prozent gewesen.

Niedrige Zinsen, dafür hohe Preise

Aus Bänker-Sicht gibt Holzinger hier zu bedenken, dass man auch bei der Finanzierung genau überlegen müsse. „Wir haben zwar niedrige Zinsen, dafür aber gestiegene Preise. So viel tut sich das in der Belastung nicht mehr.“

Zwischen 15 bis 25 Objekten vermarktet die Sparkasse Waltrop laut Ulrike Intven im Jahr. Dass man ohne eine vorherige Finanzierungsbestätigung kaum eine Chance habe, überhaupt einen Besichtigungstermin zu bekommen, das stellt auch Marco Berns bereits fest. Der gelernte Bankkaufmann, der selbst in Bottrop wohnt und eine Immobilie sucht, hatte vor einem Jahr für sich beschlossen, noch einmal eine neue Herausforderung zu suchen, sich zu verändern. „Da kam die offene Stelle in Waltrop gerade recht“, sagt er. Im Juni beendet Marco Berns dann auch offiziell seine Ausbildung zum Immobilienberater.

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