Feuerwehr schickt 175 „Waltroper Weihnachtspakete“ an die Flutopfer

„Wir wollen auch dann noch da sein und helfen, wenn die Kameras die Hochwassergebiete aus dem Fokus verloren haben.“ Diesen Gedanken hat die Feuerwehr Waltrop von Anfang an mit ihrem Flutopfer-Fonds verfolgt...

Feuerwehr schickt 175 „Waltroper Weihnachtspakete“ an die Flutopfer

Rückblick: Arloff-Kirspenich, das 2.400-Seelen-Dorf in Bad Münstereifel, hatte die Feuerwehr Waltrop als Empfänger ihrer Spendenaktion auserwählt. Der kleine Ort an dem noch kleineren Flüsschen Erft war im Sommer regelrecht weggespült worden von den Wassermassen der Jahrhundertflut. Wie schlimm die Situation wirklich war, schilderte der dortige Krisenmanager Martin Mehrens bei einem Besuch in Waltrop eindrucksvoll.

300 Euro für schwer getroffene Haushalte

Mehrens war Anfang September hergekommen, um sich persönlich für die unzähligen Spenden zu bedanken, die die Feuerwehr unter Federführung von Jochen Möcklinghoff in Waltrop gesammelt hatte. „Wir wollen langfristig helfen“, war das Ziel, das man sich in Waltrop gesteckt hatte. In einer ersten Aktion hatte man jeweils 300 Euro an 175 Arloff-Kirspenicher Haushalte ausgezahlt, die es besonders schlimm getroffen hatte.

Eine kleine Hilfe für die Seele

Ein Baustein der langfristigen Hilfe kam jetzt zum Tragen. Wiewohl es hierbei eher um eine kleine Hilfe für die Seele ging. Im Auftrag der Feuerwehr hat Feinkost Riechmann Weihnachtspakete mit Waltroper Spezialitäten zusammengetragen, schön hergerichtet und heute (17.12.) nach Arloff-Kirspenich geliefert. Ein Christstollen von Hohoff, ein Tropfen von Bröggelhoff, Curry Heinis Currytraum und auch eine Flasche von Riechmanns Wein lag jedem der 175 Pakete unter anderem bei.

Dorfrat hat Anträge überprüft

Beliefert wurden diejenigen Haushalte, die bereits kurz nach der Flutkatastrophe die 300 Euro ausgezahlt bekommen hatten. Der dortige Dorfrat hatte zuvor eigens ein Antragsformular aufgesetzt und jeden Antragssteller auf seine tatsächliche Betroffenheit überprüft.

Nicht alle Betroffenen angetroffen

Nicht alle 175 Pakete konnten heute zugestellt werden, wie Wehr-Sprecher Jochen Möcklinghoff erzählt. Möglicherweise sei der ein oder andere weggezogen, hatte Möcklinghoff gehört. Ob das nur ein temporärer Zustand ist, weil noch nicht alle Häuser wieder bewohnbar seien, vermochte er nicht zu sagen. Ankommen werden die Pakete trotzdem alle. Kontaktmann Martin Mehrens nahm sie zu treuen Händen und hat zugesagt, die Waltroper Weihnachtspäckchen weiterzuleiten.

Neuer Spielplatz wird auch noch gebaut

Während der Flutopfer-Fonds der Feuerwehr Waltrop nun langsam ausläuft, ist noch eine weitere Aktion in Planung. Durch die Waltroper Mittel wird in Arloff-Kirspenich ein neuer Spielplatz gebaut mitsamt Bänken, um einen Ort der Begegnung für alle Einwohner zu schaffen. 30.000 Euro stehen dafür bereit.

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