Löringhof-Brücke: Wohl keine Reparatur - Übergangs-Bauwerk noch nicht nutzbar

Nach dem Absacken der Löringhof-Brücke wird es dort vorerst wohl keine Verbindung mehr zwischen Waltrop und Datteln über den Dortmund-Ems-Kanal geben. Auch der Kanal selbst ist aktuell noch für die Schifffahrt gesperrt.

Löringhof-Brücke: Wohl keine Reparatur - Übergangs-Bauwerk noch nicht nutzbar

Wie berichtet, ist gestern (13.1.) in den frühen Morgenstunden die Löringhof-Brücke abgesackt. Nach Angaben des Kreises Recklinghausen, in dessen Trägerschaft das 53 Jahre alte Bauwerk liegt, um etwa zehn Zentimeter. Wie es dazu kommen konnte, ist nach offiziellen Angaben noch unklar. Tim Deffte, Leiter Kommunikation beim Kreis, spricht aber davon, dass man derzeit davon ausgehe, dass eine „große Kraft auf die Brücke eingewirkt haben muss“. Genaueres müssten jetzt die weiteren Untersuchungen ergeben. Die Beschädigung, die zum Absacken führte, trat im Bereich des Widerlagers auf. Dort liegt die Brücken-Konstruktion auf den Betonpfeilern auf.

Was ist eine „große Kraft“?

Die Möglichkeiten von „große Kräften“, die auf eine Brücke einwirken könnten, gilt derweil als begrenzt. So ist es denkbar, dass ein schwerer Lkw - hier sind immerhin 40 Tonnen möglich - oder andere schwere Baufahrzeuge wie ein Mobilkran infrage kommen könnten.

Freigabe des Provisoriums für Ende März geplant

Glück im Unglück: Weil die Löringhof-Brücke ohnehin abgerissen und durch ein neues Bauwerk ersetzt werden sollte, liegt gut 100 Meter weiter bereits eine Übergangs-Brücke über dem Kanal. Doch so ohne Weiteres kann auch dieses Provisorium noch nicht freigegeben werden. Wie Dirk Berndsmann, Baubevollmächtigter für dieses Projekt beim Wasserstraßen-Neubauamt Datteln, erklärt, sei die Inbetriebnahme für Ende des 1. Quartals 2022 vorgesehen gewesen. Ob man diesen Termin vorziehen könne, müsse man jetzt prüfen.

Es kommt auch auf die Witterung an

Allerdings fehlt es noch an den Zuwegungen zur Übergangs-Brücke. Weil für Asphalt-Arbeiten bestimmte Witterungsverhältnisse notwendig sind und „viele Asphaltwerke derzeit in Revision“ seien, ist unklar, ob die Straßen eher fertiggestellt werden können.

Bauwerksprüfer vor Ort

Unterdessen bleibt mindestens auch heute noch der Dortmund-Ems-Kanal selbst für die Schifffahrt gesperrt. Im Laufe des Tages gebe es noch einen Termin vor Ort mit Bauwerksprüfern und der Stadt, anschließend werde man hoffentlich sagen können, ob der Kanal wieder freigegeben wird oder nicht, heißt es vom WNA.

Brücke sichern ist das Ziel

Auch Kreis-Sprecher Tim Deffte betont, dass das Hauptaugenmerk jetzt darauf liegt, „die Brücke zu sichern“. Eine Sanierung werde vermutlich keinen Sinn mehr machen. Man konzentriere sich jetzt darauf, das Übergangs-Bauwerk in Betrieb zu nehmen.

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