Erntedankfest des Landvolks: Es geht um Wertschätzung und wertvolle Flächen

Mit einem Gottesdienst in der Scheune auf dem Hof Niermann in Oberwiese hat das Waltroper Landvolk Erntedank gefeiert. Inhaltlich ging es unter anderem um die Themen Wertschätzung, Dankbarkeit und - na klar - um die Arbeit der Landwirtschaft.

Erntedankfest des Landvolks: Es geht um Wertschätzung und wertvolle Flächen

Pfarrer Dr. Carsten Roeger hielt vor rund 150 Zuhörern und eingerahmt durch die Schnittergruppe der Landjugend den Erntedank-Gottesdienst ab. Unter den Besuchern waren viele junge Familien. „Sehr gut gesprochen“ hat der Pfarrer, fand Bernd Zimmer, der vor Kurzem erneut zum Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Lokalvereins gewählt worden war. Nach dem offiziellen Teil folte ein Kaffeetrinken mit guten Gesprächen.

Liebevoll geschmückte Scheune

Roeger sei in seiner Predigt unter anderem auf die „Wertschätzung in der Bevölkerung“ eingegangen, erwähnte aber auch seine „Dankbarkeit für die Deutsche Einigkeit“. Ebenso widmete sich der Parrer den landwirtschaftlichen Erzeugnissen, mit denen natürlich auch die Scheune liebevoll geschmückt worden war.

Mais füllt die Silos

Bernd Zimmer knüpfte bei seiner Rede an das Thema Ernte an. Während die Getreide-Ernte eher Durchschnitt war, fülle der Mais nach drei schlechten Jahren diesmal „endlich wieder die Silos bei den Rinder- und Schweinebauern“.

Fünf sichere Anbaugebiete auf der Welt

Generell sensibilisierte Zimmer, dass es „so viel Hunger auf der Welt“ gebe. Die Produktion von Nahrungsmitteln sei vor dem Hintergrund einer steigenden Weltbevölkerung sehr wichtig. Zimmer hatte eine interessante Statistik mitgebracht. Demnach gebe es weltweit fünf sichere Anbaugebiete für Landwirte: Neben Teilen Russlands, Asien, Amerikas und Kanadas gehöre man auch in Europa dazu. „Wir haben eigentlich keine Wetterkatastrophen, die eine ganze Ernte auf Null bringen“, erklärte Zimmer im Gespräch mit unserer Redaktion. Für die Welternährung sei das absolut wichtig.

Ausgleichsflächen fressen Ackerland

Mahnend erwähnte der Landwirt hier noch einmal das Thema Flächenfraß. Als Beispiel nannte Zimmer die geplante B474n oder auch das Kraftwerk. Eine neue Straße, die 40 Hektar Fläche frisst, brauche nochmal 80 Hektar Ausgleichsfläche. Land, das der Landwirtschaft zur Produktion von Lebensmitteln fehlt.

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