Giftgrün verfärbtes Wasser: Feuerwehr und V+E geben Entwarnung

Der Schreck war groß bei Anwohnern und Passanten: In einem Bach an der Tinkhofstraße fand sich heute Mittag regelrecht giftgrün verfärbtes Wasser. Feuerwehr und V+E rückten an, gaben aber Entwarnung.

Giftgrün verfärbtes Wasser: Feuerwehr und V+E geben Entwarnung

Bei der Substanz, die vorsätzlich dem Wasser beigemischt wurde, handelt es sich um „eine Art Lebensmittelfarbe“, wie Frank Friedrich vom Ver- und Entsorgungsbetrieb (V+E) erklärt. Dies sei ein absolut unschädliches Mittel, mit dem man Kanalverläufe untersuchen könnte.

Keine vorherige Absprache mit V+E

Das Problem an der Sache: Die Fachfirma, die das Mittel im Rahmen ihrer Arbeit auf einem Privatgrundstück eingesetzt hatte, hätte das laut Frank Friedrich ohne vorherige Absprache nicht tun dürfen. „Das ist ganz klar. Diese Firma hätte sich im Vorfeld bei uns melden müssen. Das gibt noch Ärger“, betont Friedrich.

„Dann wäre die Lippe grün gewesen…“

Nicht auszudenken sei, welcher Alarm ausgelöst worden wäre, wenn das giftgrün verfärbte Wasser über den Schwarzbach und den Zechenteich in die Lippe gelangt wäre. „Dann wäre die ganze Lippe ab Waltrop an grün gewesen“, sagt Friedrich. Wegen der Trockenheit geht Friedrich aber davon aus, dass die Farbe versickert, bevor sie in andere Gewässer gelangt.

Viele Anrufe bei der Feuerwehr

Auch Feuerwehr-Sprecher Jochen Möcklinghoff ist wenig begeistert von dem, was heute Mittag gegen 13.15 Uhr an der Tinkhofstraße passiert ist. Etliche Anrufe von besorgten Bürgern gingen bei der Feuerwehr ein. „Das war absolut richtig, dass die Menschen bei uns angerufen haben“, sagt Möcklinghoff, der auch aus Feuerwehr-Sicht Entwarnung gibt. „Für die Umwelt ist das Mittel unkritisch.“

Feuerwehr und V+E wollen Einsatz in Rechnung stellen

Unterdessen kündigt der Feuerwehr-Sprecher an zu prüfen, ob der Firma, die für die Grün-Verfärbung des Baches verantwortlich ist, der Einsatz in Rechnung gestellt werden kann. Ein grob-fahrlässiges Handeln steht im Raum. Auch Frank Friedrich will den Einsatz seiner Mitarbeiter in Rechnung stellen.

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