Das „magische Dreieck“ bei Strunk: Kleiner Markt, großes Interesse

Mittwochs und samstags ist nicht nur auf dem Waltroper Marktplatz Wochenmarkt. Seit mittlerweile 19 Jahren gibt es drei unerschrockene Händler, die in der Hirschkamp-Siedlung ihren eigenen kleinen Markt veranstalten. Wir erzählen ihre Geschichte.

Das „magische Dreieck“ bei Strunk: Kleiner Markt, großes Interesse

Sie sind ein absolut eingespieltes Team, das versichern sie alle: Christoph und Beate Heitfeld von der Bäckerei Strunk, Angela Wulhorst vom Gemüsehof in den Rieselfeldern und Fischverkäuferin Michaela Klimasch, die jede Woche eigens aus Nordhorn zum Verkauf nach Waltrop kommt und sagt: „Die Waltroper lieben Lachs!“

Die Idee entwickelte sich gut

Alles begann vor 19 Jahren, als der kleine Lebensmittelmarkt gegenüber der Bäckerei Strunk geschlossen hat. „Da haben wir uns überlegt, wie wir die Ecke hier wieder beleben und den Nahversorgungsstandort sichern können“, erzählt Bäckermeister Christoph Heitfeld. Genau da kamen Angela und Klaus-Theo Wulhorst ins Spiel, die im Rieselfeld so ziemlich alles an Obst und Gemüse anbauten und bis heute anbauen, was man zum Leben braucht. „Das machen wir schon seit über 40 Jahren“, erzählt Angela Wulhorst. Die Idee eines kleinen, regelmäßigen Marktes vor Strunks Bäckerladen-Tür war geboren.

Von Nordhorn nach Waltrop

Der kleine Markt in der Hirschkamp-Siedlung wurde angenommen von den Kunden. Und kurze Zeit später kam die Dritte im Bunde dazu: Michaela Klimasch. „Früher haben wir in Datteln gewohnt, seit elf oder 12 Jahren leben mein Mann und ich aber mittlerweile in Nordhorn“, erzählt die Fischverkäuferin. Leben in Niedersachsen, gearbeitet wird aber nur im Ruhrgebiet. In Habinghorst vor dem Rewe-Markt oder in Recklinghausen-Süd stehe sie auch mit ihrem Verkaufswagen, sagt Michaela Klimasch. Ihr Gatte Daniel sei mit seinem Fischverkaufswagen viel im Münsterland unterwegs, etwa in Selm…

Christoph Heitfeld findet’s „genial“

„Das, was wir hier haben, ist wirklich genial“, findet Christoph Heitfeld. Vier Filialen hatte der Bäckermeister zu den besten Zeiten, heute ist es nur noch der Laden schräg gegenüber dem Hirschkampstadion. Die letzte Filiale neben dem Eingang des Lidl-Marktes schloss er 2014. Da hatte der Discounter beschlossen, künftig eigene Backwaren zu verkaufen. Was man nicht auf den ersten Blick sieht: Insgesamt umfasst das Strunk-Team noch immer 25 Mitarbeiter. Denn in der Backstube wird nach wie vor viel für externe Kunden produziert: Curry Heini bekommt sein Brot von Strunk, das stets zu Rippchen und halben Hähnchen gereicht wird. Und auch Bramsels Frühstückscafé beliefern Heitfelds, genau so wie das Internat am Schloss Horneburg oder die Frische-Automaten von Familie Billmann und Christian Brune im Rieselfeld nahe der Niehues-Kreuzung.

Ein Umzug in die Stadt?

Ob sie nicht mal mit dem Gedanken gespielt hätten, sich lieber auf den „großen Markt“ in der Innenstadt zu stellen, wollten wir von Angela Wulhorst und Michaela Klimasch wissen. Die klare Antwort: nein. „Ich wurde mal gefragt, hab aber abgelehnt“, erzählt die Fischverkäuferin. „Hier sind die Kunden unabhängig und können einfach vorfahren und kurz anhalten.“ Außerdem empfinde sie es mit Blick auf den Markt in der Stadt als schwierig, immer wieder neue Standplätze zu bekommen, wenn der Markt mal wieder verlegt werde. Letzteres passiert regelmäßig.

Angela Wulhorst, die heute (26.5.) ganz frischen Rieselfeld-Spargel und Rieselfeld-Kartoffeln auf ihrem Verkaufswagen dabei hat, sieht das ähnlich. „Wir sind hier glücklich“, sagt sie. Das „magische Dreieck“ vor Strunk, es funktioniert einfach. Und daran will keiner etwas ändern…

Standzeiten:

  • Wulhorsts Gemüsewagen ist immer mittwochs und samstags von 8.30 bis 13 Uhr vor Ort

  • Fischfeinkost Klimasch ist immer mittwochs von 7 bis 13 Uhr vor Ort.

  • Die Bäckerei Strunk hat zu den Markttagen stets ab 6 Uhr geöffnet.

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