Eigentor und Platzverweis: Ridder-Elf misslingt der Liga-Start

Trotz einer engagierten und kämpferisch starken ersten Halbzeit startet Teutonia SuS Waltrop mit einer Niederlage in die Bezirksliga-Saison. Dem FC Nordkirchen reichten 15 Minuten und eine Leistungssteigerung in Hälfte zwei, um auf 3:0 zu stellen.

Eigentor und Platzverweis: Ridder-Elf misslingt der Liga-Start

Dabei begann die Partie für das Team von Cheftrainer Oliver Ridder durchaus vielversprechend. Das lag zwar nicht in einem Feuerwerk an guten Offensiv-Aktionen begründet, dafür aber in einer stabil stehenden Defensivreihe, aus der Felix Bramsel und Baris Ahmet Durmus Afsar noch einmal durch gute Balleroberungen herausstachen.

Klärungsversuch war beste Nordkirchener Chance

Der FC Nordkirchen, der in der Bezirksliga Staffel 9 durchaus zu den Teams zählt, die um die ganz vordersten Plätze mitspielen können, kam in Durchgang eins kaum einmal in gefährliche Zonen. Bezeichnend, dass ausgerechnet ein Klärungsversuch von Waltrops Henrik Sommer die beste Nordkirchener Chance in den ersten 45 Minuten bleiben sollte. Teutonen-Keeper Niklas Eßmann tauchte gerade noch rechtzeitig ab, um das Eigentor nach scharfer Hereingabe zu verhindern (21.).

Torlos in die Kabine

Hinten ließ die Ridder-Elf nichts zu, vorne erspielten sich die Gastgeber selbst allerdings auch keine besonders erwähnenswerte Tormöglichkeit heraus. Das 0:0 zur Pause war ein gerechtes Ergebnis. Und die rund 220 Zuschauer im Sportzentrum Nord konnten sich trotz der fehlenden Tore und Torchancen über ein ordentliches Spiel freuen, das durch robuste Zweikämpfe durchaus Charme versprühte. Schiedsrichter Kerim Karaaslan ließ viele Zweikämpfe laufen, zeigte am Ende der 90 Minuten unterm Strich trotzdem zehn Gelbe Karten und einmal Gelb-Rot (Emir Taspinar/ 72.).

Gäste rissen jetzt Lücken

Der Gast aus Nordkirchen erhöhte nach der Pause merklich die Schlagzahl. Den Teutonen fiel es immer schwerer, die Abstände zwischen Abwehr und Mittelfeld zuzuschieben. Die Folge war, dass spielstarke Nordkirchener mehr Optionen bekamen und die Löcher fanden. Nach einem Angriff über links schob Lars Rustige, einer der besten Nordkirchener an diesem Tag, den Ball von der Strafraumkante überlegt und abgeklärt zum 1:0 und die linke Ecke (54.).

Das Momentum genutzt

Dann passierte, was aus Waltroper Sicht nicht hätte passieren dürfen. Nordkirchen nutzte das Momentum eiskalt aus, brachte im Minutentakt Angriffe in Richtung Teutonen-Tor und war prompt wieder erfolgreich. Bitter an dieser Stelle: Der Torschütze zum 0:2 war ein Waltroper. Lutz Hamann „klärte“ eine Flanke mit Wucht ins eigene Tor (59.).

Die Offensive bleibt das Sorgenkind

So recht fand die Ridder-Elf danach nicht mehr ins Spiel und Dominik Dupke machte nach einem hohen Ball, der nach einer Standardsituation in den Strafraum flog, am langen Pfosten den Deckel drauf - 3:0. Ein Thema, das sich schon in der Vorbereitung und im Kreispokal andeutete, war auch an diesem Sonntag nicht wegzudiskutieren: die Offensivschwäche. Gegen Nordkirchen riss es wohl kaum einen Fan aus dem Sulky, weil man einen besonders gefährlichen Torabschluss gesehen hatte. Den gab es nämlich nicht. Die Offensive bleibt erstmal ein Sorgenkind…

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