Moselbach-Teich: Horrende Summe steht für Erneuerung im Raum

Der schlechte Zustand des Moselbach-Teiches ist in dieser Woche nach einer privat organisierten Wasser-Umwälzaktion wieder in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Einhelliger Tenor: Der Teich müsste ausgebaggert und runderneuert werden.

Moselbach-Teich: Horrende Summe steht für Erneuerung im Raum

Das grundsätzliche Problem ist bekannt, auch im Waltroper Rathaus. Bereits vor vielen Jahren hat die Stadt deshalb eine Kostenschätzung eingeholt, was die Erneuerung des Moselbach-Teiches kosten würde. Das Ergebnis ist horrend und abschreckend zugleich. So berichtet Waltrops Grünflächen-Beauftragte Michaela Heßelmann im Gespräch mit WaltropReporter von einer Summe über 400.000 Euro, die eine Sanierung des Teiches kosten würde. „Und diese Kostenschätzung ist schon über zehn Jahre alt. Heute kommt man damit sicherlich nicht mehr aus“, betont Heßelmann. Aber was macht das Ausbaggern und erneuern eigentlich so teuer?

Schlamm zeigt Belastung auf

Zum einen, schildert Heßelmann, dürfe man die Größe des Gewässers nicht unterschätzen. „Der Teich ist 3000 Quadratmeter groß“, sagt die Fachfrau. Und eine über Jahrzehnte gewachsene Schlammschicht auf so einer großen Fläche abzuschöpfen verursacht Entsorgungskosten. Genau hier ist der Knackpunkt. „Wir hatten ja immer etwas spekuliert, dass wir den Schlamm einfach auf ein Feld fahren könnten“, erinnert sich Heßelmann. Doch diese Hoffnung zerschlug sich, als das Ergebnis der Bodenanalyse da war. Es gab ein Problem mit dem Schlamm, weil sich eine Belastung zeigte. Damit schied die Möglichkeit aus, den Schlamm auf einem landwirtschaftlichen Acker zu verteilen. Einzige Alternative war die Entsorgung.

Für die Stadt damals wie heute eine nicht zu stemmende Investition. Zumal es hierfür keine Fördermittel gegeben habe, sagt Michaela Heßelmann, die sich erinnert: „Das lag daran, dass der Teich ein künstlich angelegtes Gewässer und nicht natürlich gewachsen ist.“

Poröse Lehmschürze

Und da ist noch ein Problem. Denn unter der geschätzt ein Meter dicken Schlammschicht ist der Teich laut Heßelmann mit einer sogenannten Lehmschürze abgedichtet. Und diese Schürze sei porös und müsste ebenfalls erneuert werden, weil der Teich andernfalls das Wasser nicht mehr halten würde.

Eine „kleine Lösung“ würde nicht helfen

Sie wüsste natürlich um den dürftigen Zustand des Teiches, sagt Michaela Heßelmann. Dass es der Stadt irgendwie gelingen könnte, in nächster Zeit das Geld für eine Kompletterneuerung aufzubringen, schließt sie aber nahezu aus. Auch glaubt Michaela Heßelmann nicht, dass eine „kleine Lösung“ helfen würde, wiewohl sie allen Möglichkeiten aufgeschlossen und unterstützend gegenüber stehe.

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