70 Liter/m² Regen im Mai: Ortslandwirt Witte erklärt, wie sich das auswirkt

Nach zwei Hitze-Jahren in Folge mit viel zu wenig Regen hat es im Mai 2021 endlich wieder in ausreichender Form geregnet in Waltrop. Ortslandwirt Thomas Witte hat einen Wert von etwa 70 Liter/m² ausgemacht - im Mai 2020 waren es knapp neun Liter.

70 Liter/m² Regen im Mai: Ortslandwirt Witte erklärt, wie sich das auswirkt

„Das Gute daran ist, dass sich der Regen auch noch schön verteilt hat“, berichtet Thomas Witte heute (2.6.). „Das Regenwasser hatte genug Zeit, um im Boden zu versickern. Das war nachhaltig.“

Eine gute Ernte ist wahrscheinlich

Kein Zweifel, wenn es jetzt keine außergewöhnlichen Wetterereignisse wie Starkregen oder Hagel mehr gibt, dann wird die Getreideernte einen besseren Ertrag als im vergangenen Jahr einbringen. „Noch ist aber viel Demut bei meiner Prognose dabei. Die Ernte ist ja noch nicht im Sack“, betont Witte.

Vielleicht eine Tonne mehr pro Hektar

Zwischen fünf und sechs Tonnen Ertrag pro Hektar hatte Witte im vergangenen Jahr auf den sandigen Böden vor seinem Hof an der Tenbuschstraße in Brockenscheidt. Rund eine Tonne mehr waren es auf den etwas besseren Böden. „So wie es jetzt aussieht, bekommen wir bestimmt nochmal eine Tonne mehr raus“, glaubt der Ortslandwirt. Freilich nur, wenn das Wetter nicht doch noch verrückt spielt.

Starkregen wäre jetzt kontraproduktiv

Ein Starkregenereignis könnte zum Beispiel dazu führen, dass das Getreide auf dem Feld abknickt. „Die Ähre würde durch einen abgeknickten Halm nicht mehr vernünftig versorgt werden“, erklärt Witte. Das hätte „massive Qualitätsverluste“ zur Folge. Etwa sechs Wochen braucht das Getreide noch, bevor die Mähdrescher anrücken können. Zuerst kommt die Wintergerste vom Feld, dann folgen nach und nach Triticale, Roggen und Weizen.

Tiefe Bodenwasserspeicher noch nicht regeneriert

Aber wie hat sich das deutlich nassere Frühjahr auf die tiefen Bodenwasserspeicher ausgewirkt? Die Antwort: noch nicht sehr stark. „Selbst die 70 Liter im Mai sind auf den ersten 30 Zentimetern hängen geblieben“, sagt Thomas Witte. Die wirklich tiefen Bodenspeicher haben sich seiner Einschätzung nach noch nicht wieder vollständig regeneriert.

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