Zwei Hölscher-Paraden, Duck bleibt cool: Oberwiese nach Elfmeterschießen weiter

C-Ligist Eintracht Waltrop hat sich im Pokal-Derby gegen den FC Spvgg. Oberwiese eine Halbzeit lang teuer verkauft. Am Ende aber setzte sich der B-Ligist im Elfmeterschießen mit 5:4 durch. Nach 90 Minuten stand es 1:1-Unentschieden.

Zwei Hölscher-Paraden, Duck bleibt cool: Oberwiese nach Elfmeterschießen weiter

Es war ein Blitzstart, den die Eintracht aus Waltrop da hinlegte. Neuzugang Lennart Hellweg verpasste der Elf von Ibo Karadag und Alex Fricke gleich mal eine kalte Dusche - 1:0 für den Außenseiter (5.). Und mit jeder Aktion wurde in der Anfangsphase deutlicher, dass die Führung nicht von ungefähr kam.

Eintracht gehört die Anfangsphase

Eintracht war das bessere Team und wäre in der 20. Minute beinahe mit 2:0 davongezogen, nachdem bereits davor eine Bogenlampe beinahe im Tor von Oberwiese-Keeper Nils Hölscher eingeschlagen wäre. Die scharfe Hereingabe von rechts verstolperte der Torschütze zum 1:0, Lennart Hellweg, diesmal aber. Glück für Oberwiese.

Wenig gefährliche Aktionen

Aber so recht wollte die Karadag-Elf in Durchgang eins nicht ins Spiel finden. Mühsam versuchte sie, über Ballbesitz Sicherheit zu gewinnen. Das gelang zu selten, weshalb gefährliche Aktionen nach vorne Mangelware blieben. Ein Kopfball von Felix Sprenger strich knapp über das Eintracht Tor (35.).

Verdiente Pausen-Führung

Zur Halbzeit ging die 1:0-Führung für das Team von Spielertrainer Dominik Schenkel auf Grund der starken Anfangsphase in Ordnung. Wenngleich festzuhalten blieb, dass nach 35 Minuten auch die Eintracht an Zielstrebigkeit verlor.

Zweite Halbzeit - Oberwiese macht Druck

Dass die Oberwieser nach dem Seitenwechsel das Tempo erhöhen würden, darauf hatte sich die Eintracht sicherlich eingestellt. Dass sie mit jeder Spielminute derart bedrohlich die Kontrolle verlieren würden, das hatte die Schenkel-Elf so vermutlich nicht erwartet. Das Team von Ibo Karadag präsentierte ab Spielminute 50 ein komplett anderes Gesicht. Oberwiese brachte einen Angriff nach dem anderen in Richtung Eintracht-Schlussmann Daniel Kunath.

Schenkel-Weitschuss geht knapp übers Tor

Moritz Wember kam nach einer Hereingabe von Alex Schröer einen Schritt zu spät (51.). Der Ausgleich, er lag inzwischen in der Luft, wenngleich Dominik Schenkel beinahe aus 35 Metern Nils Hölscher im Oberwieser Kasten übertölpelt hätte (54.). Der Ball ging knapp drüber.

Schröer macht den Ausgleich

Mehr als vereinzelte Entlastungsangriffe brachte Eintracht allerdings nicht mehr nach vorne. Oberwiese auf der anderen Seite traf zum längst überfälligen Ausgleich. Alex Schröer, der plötzlich frei vor Daniel Kunath auftauchte, schob den Ball nach Wember-Pass flach in die linke untere Ecke.

Gelbe Karte für den Trainer

Dass zwischenzeitlich Oberwiese-Coach Karadag die Gelbe Karte gesehen hatte, blieb eine Randnotiz. Karadag hatte sich bei Schiedsrichter Mahmut Arik nach dessen Geschmack zu eindrücklich beschwert, dass Eintracht auf Zeit spielte. Bis auf eine Ausnahme lieferte der Unparteiische derweil ein gutes Spiel ab. Kurz vor Abpfiff verhinderte Timo Siekirka in bester Torwart-Manier einen Oberwieser Angriff, indem er den Ball in die Tiefe mit beiden Händen vom Himmel angelte. Oberwiese wäre wohl durch gewesen, Siekirka bekam dafür nur Gelb.

Hölscher holt zwei Dinger raus

1:1 nach 90 Minuten bedeutete Elfmeterschießen (ohne Verlängerung). Hier war es Oberwiese-Torwart Hölscher, der zum heimlichen Pokalhelden wurde. Mit zwei parierten Elfmetern ebnete er seinem Team am Ende verdient den Weg in die zweite Runde, weil auch Sebastian Duck bei dem finalen Schuss cool blieb - 5:4 für Oberwiese. Am 15. August (15 Uhr) wartet nun Teutonia SuS Waltrop.

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