Eintracht im doppelten Freudenrausch: Per Derbysieg an die Tabellenspitze

Viel besser geht es aus Fußballer-Sicht wohl nicht: Mit einem verdienten 5:2 (1:0)-Erfolg ausgerechnet im Lokalderby gegen den VfB Waltrop II hat Eintracht Waltrop in der Kreisliga C4 die Tabellenführung übernommen.

Eintracht im doppelten Freudenrausch: Per Derbysieg an die Tabellenspitze

Dass die drei Punkte verdient an das Team von Spielertrainer Dominik Schenkel gehen, daran besteht nach 90 Minuten wohl kein Zweifel. Eintracht war spielerisch das bessere Team und hätte schon in Durchgang eins höher als mit 1:0 (10.) durch das sehenswerte wie vermutlich abgerutschte Tor von Patrick Strozda führen müssen. Eine vermeintliche Flanke von der linken Seite wurde länger und länger und schlug dann über dem Kopf von VfB-Keeper Jan Gesing im Tor ein. Der Torwart sollte später noch einmal durch eine Fair-Play-Geste im Mittelpunkt stehen, die man so nicht oft erlebt.

Eine ganze Reihe „Hundertprozentige“ vergeben

Während für die Gastgeber im Sportzentrum Nord Kapitän Mike Lellinger per Kopfball aus zwei Metern (24.) vergab und auch Dominik Schenkel zwei aussichtsreiche Abschlüsse aus kurzer Distanz (27./29.) nicht unterbringen konnte, verpasste auf der anderen Seite Jonas Wobbermin alleine vor dem Tor den Ausgleich (19.).

Schiedsrichter mit vielen kleinen Fehlern

Nach der Pause nahm die Partie dann an Derby-Charakter zu. Der junge Schiedsrichter Fabian Fechner sorgte mit einigen unglücklichen Entscheidungen auf beiden Seiten dafür, dass es hitziger wurde auf dem Platz. So zum Beispiel vor dem Elfmetertor durch Dominik Dlugokinski zum 2:0 (54.). Hier soll es ein strafbares Foulspiel von Alexander Jerichow gegeben haben, das so für die meisten Zuschauer nicht ersichtlich war.

Der VfB wittert nur kurz Morgenluft

Nur acht Minuten später dann der nächste Elfmeter-Pfiff - diesmal auf der anderen Seite. Eintrachts Nummer Vier hatte Daniel Heider per Grätsche abgeräumt. Auch wenn der Abwehrspieler lautstark seine Unschuld beteuerte, so war diese Entscheidung doch vollkommen korrekt (siehe Bildergalerie). Egemen Özer trat für den VfB an und verkürzte auf 1:2 (62.).

Starick steht gut und hält den Fuß hin

Der VfB war noch in Schlagdistanz, aber die Klasse der Eintracht an diesem Tag einfach zu groß. Mit zum Teil sehenswerten Angriffen und effektiven Spielzügen brachte sich die Schenkel-Elf ein ums andere Mal in Stellung. Einen dieser Angriffe netzte Eintracht folgerichtig in Person von Stefan Starick, der nach Vorlage von Patrick Strozda aus kurzer Distanz nur noch den Fuß hinhalten musste, zum 3:1 ein (76.). Es war die Vorentscheidung, doch noch längst nicht Abpfiff.

Eintracht-Keeper Krohe kommt ohne Karte davon

Nachdem Eintracht-Keeper Tim Krohe für einen angedeuteten Tritt in Richtung Daniel Heiders unverständlicherweise ohne Karte davongekommen ist, pfiff der Unparteiische auf der anderen Seite wieder Elfmeter. Allerdings erst im zweiten Anlauf. Mike Lellinger wurde im Zweikampf deutlich hörbar getroffen und ging zu Boden. Schiedsrichter Fechner ließ zunächst weiterspielen, doch VfB-Keeper Jan Gesing ging zu ihm und räumte die Schuld ein. Für dieses sportliche Verhalten gab es allen voran von Eintracht-Kapitän Lellinger Applaus. Wiewohl Jonas Kollmann den Strafstoß sicher zum 4:1 verwandelte (81.). Es war der k.o.-Stoß für den VfB.

VfB beendet Partie zu zehnt

Kurz darauf gab es für Alexander Jerichow einen Platzverweis (83.) und Eintracht erhöhte auf 5:1 durch Kai Schubert (87.). Dass der Treffer zum 5:2 durch Robin Nobel nicht hätte zählen dürfen, weil zuvor eine deutliche Abseitsstellung vorlag, machte den Kohl nicht mehr fett. Eintracht feierte den Derbysieg und die Tabellenführung und nimmt weiterhin die Kreisliga B ins Visier.

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