Wildausstieg oder Wildzaun? WSA sagt Vor-Ort-Termin in Oberwiese zu

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Westdeutsche Kanäle will sich nach unserer Berichterstattung nun doch dem Thema Wildzaun/ Wildausstieg am Dortmund-Ems-Kanal in Oberwiese annehmen.

Wildausstieg oder Wildzaun? WSA sagt Vor-Ort-Termin in Oberwiese zu

Rückblick: Vor Wochenfrist haben wir darüber berichtet, dass praktisch jede Woche Rehe, Füchse, Kaninchen und andere Wildtiere im Kanal zwischen Oberwieser Brücke und Hafenstraße ertrinken, weil es auf einer Strecke von über zwei Kilometern beidseitig nur Spundwand gibt. Für die Tiere ist der Sprung in den Kanal das Todesurteil.

Jäger wollen Zustand unbedingt ändern

Die dortigen Jäger um Jagdpächter Jodokus Niermann wollen diesen Zustand nicht länger hinnehmen und setzen sich nun vehement dafür ein, dass das WSA durch bauliche Maßnahmen etwas an der Situation ändert.

WSA-Expertin hat sich bereits informiert

Barbara Stockem, beim WSA die Fachbereichsleitung Schifffahrt, hat sich nun dem Thema angenommen und Redebereitschaft signalisiert. Zwar sei es hier wegen der hohen Kanaldammstrecke nicht ganz ungefährlich, einen klassischen Wildausstieg einzubauen. Dennoch wolle sie sich noch einmal genauer informieren, ob es womöglich auch andere Lösungen gibt, ohne an den Damm selbst zu gehen.

Finanzierung ist ein Problem

Eine weitere Alternative, über die man reden könne, sei ein Wildzaun. Beispiele dafür, wie so ein Wildzaun an Kanälen installiert wird, gebe es in der Umgebung ein paar, weiß die Fachfrau. „Allerdings bleibt dann die Frage, wo man so einen Zaun dann wirklich hinstellt“, so Barbara Stockem. Wiewohl sie bereits vorab durchblicken lässt, dass es mit der alleinigen Finanzierung äußerst problematisch werden könnte, so ist sie dem sinnvollen Anliegen der Jäger aufgeschlossen gegenüber.

Vor-Ort-Termin ist fix

Gemeinsam mit Waltrop Reporter und der Jägerschaft ist nun ein Vor-Ort-Termin am Dortmund-Ems-Kanal ausgemacht worden. Dort sollen Möglichkeiten besprochen und erörtert werden, wie man die Wildtiere künftig am sinnvollsten vor dem Ertrinken retten und wie das Vorhaben finanziert werden könnte. Wir berichten natürlich, was dabei herausgekommen ist.

Logo