Lange Bauhof-Wartezeiten: V+E plant Testphase mit späteren Öffnungszeiten

Der Ver- und Entsorgungsbetrieb (V+E) reagiert auf eine Bürgerbeschwerde bezüglich zu langer Wartezeiten vor dem Recyclinghof mit einem Vorschlag, dessen Umsetzung allerdings noch nicht in Stein gemeißelt ist.

Lange Bauhof-Wartezeiten: V+E plant Testphase mit späteren Öffnungszeiten

Am gestrigen Mittwoch (2.6.) hat der Verwaltungsrat des Ver- und Entsorgungsbetriebes im Rathaus getagt. Dort skizzierte V+E-Vorstand Bernd Funke das Problem und machte den Vorschlag, während einer dreimonatigen Testphase die Öffnungszeiten des Bauhofes an zwei Tagen in der Woche - eventuell dienstags und donnerstags - nach hinten zu verlagern. Sprich: nicht mehr von 8 bis 16 Uhr zu öffnen, sondern von 10 bis 18 Uhr. Funkes Hoffnung: Diese Öffnungszeiten könnten möglicherweise dazu führen, dass berufstätige Bürger auch unter der Woche die Möglichkeit haben, den Bauhof „Im Wirrigen“ anzusteuern und das Wochenende dadurch entlastet wird.

Samstags doppelt so viele Kunden

Dass die mitunter langen Wartezeiten in der Autoschlange insbesondere samstags vorkommen, ist kein Geheimnis. Trotzdem präsentierte der V+E-Chef dem Verwaltungsrat noch einmal Zahlen, die das belegen. Demnach fahren werktags zwischen 50 und 70 Kunden den Recyclinghof an, samstags sind es zwischen 120 und 130. Da der V+E samstags außerdem bereits um 14 Uhr schließt, ist der Frust derjenigen, die in der Autoschlange stehen und ihren Müll trotzdem nicht loswerden, weil der Bauhof quasi vor ihrer Nase das Tor schließt, dann besonders hoch.

Idee findet Anklang

Die Idee der flexibleren Öffnungszeiten an zwei Tagen in der Woche fand erstmal Anklang in Reihen des Verwaltungsrates, der sich aus Vertretern des Rates und der Stadt zusammensetzt. Bernd Funke wies allerdings noch darauf hin, dass dies zunächst noch mit dem Personalrat besprochen werden müsste.

Rückkehr der große Papiercontainer?

Ein anderer Punkt, den der V+E-Vorstand ansprach, war eine Rückkehr der großen Papiercontainer im Stadtgebiet. Funke erklärte, dass man feststellen würde, dass immer mehr sperrige Kartonagen angeliefert würden und auch dies zu dem erhöhten Fahrzeug-Aufkommen beitrage. Grundsätzlich habe sich die Qualität des Papiermülls verändert, so Funke weiter. „Es gibt weniger Zeitungen und Zeitschriften, dafür viel mehr Kartonagen.“

Zu viele externe Kunden

Und dann gibt es da noch das Problem der vielen externen Bauhof-Kunden. Laut Satzung ist der Recyclinghof nur für Bürger aus Waltrop bestimmt. Dies solle man künftig auch durchsetzen, forderte etwa Klaus Beie von der SPD im Verwaltungsrat (wir berichten darüber noch ausführlich).

  • Öffnungszeiten Bauhof:

  • Mo.-Fr. von 8-16 Uhr

  • Sa. 8-14 Uhr

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