Der Gastrobus putzt sich für den Saison-Start raus

Es war für Birgit Langer nicht alles schlecht während der fast achtmonatigen Corona-Zwangspause. „Ich habe eine so intensive Zeit mit meiner Familie erlebt wie selten zuvor“, sagt die Gastrobus-Chefin aus Oberwiese.

Der Gastrobus putzt sich für den Saison-Start raus

Trotzdem freut sie sich jetzt sehr auf den Saison-Start, auch wenn der Aufwand groß ist und wegen der vielen Auflagen viel größer als normal. „Trotzdem bin ich happy, dass wir wieder starten können - und auch egal wie, das habe ich immer gesagt.“

Am 21. Mai soll der Betrieb starten

Am gestrigen Freitag (14. Mai) hat sie erstmals wieder ihr Team zusammengetrommelt, damit für den kommenden Freitag (21. Mai) - dem angepeilten ersten Öffnungstag - alles vorbereitet ist. Großreinemachen stand deshalb am Gastrobus an. „Alleine die ganzen Gläser, die wir spülen müssen…“, erzählt Birgit Langer. Natürlich ist das bei Weitem nicht alles: Die Sitzmöbel wollen auf Vordermann gebracht und wetterfeste Tischdecken angetackert werden. Grill und Fritteuse vorbereiten, Rasen mähen, den Gastrobus von innen und außen salonfähig machen. „Man glaubt ja gar nicht, wie viel Staub sich in siebeneinhalb Monaten ansammelt“, berichtet Birgit Langer.

Alle elf Mitarbeiter sind noch an Bord

Dass sie bei all dem auf ihr altbewährtes Team setzen kann, freut die Gastrobus-Chefin sehr. Elf Mitarbeiter auf 450-Euro-Basis hatte sie vor Pandemie und Lockdown. Elf Mitarbeiter hat sie auch heute noch. Gedanken darüber, ob sie ihre Mannschaft halten kann, musste sich Birgit Langer zum Glück nicht machen. „Alle hier haben noch einen Hauptjob“, erzählt sie. Die Arbeit im Gastrobus - für ihre Mitarbeiter, die gleichzeitig auch Freunde und Familie sind, ein kleines Zubrot. „Ich kenne auch Gastronomen, denen geht es anders. Die wollen jetzt anfangen, haben aber keine Leute mehr“, erzählt Birgit Langer.

Getränke abgelaufen, erste Winter-Saison gestrichen

Na klar: Die letzten Monate waren auch für sie schwierig. Viele Getränke und andere Lebensmittel, die sie vor dem zweiten Lockdown in Vorbereitung auf die erste Winter-Saison am Gastrobus gekauft hatte, sind jetzt abgelaufen. Nicht zu ändern. Immerhin haben die Decken und Wärmflaschen, die sie für ihre Gäste gekauft hatte, dankbare neue Abnehmer gefunden. Tochter Mandy hat die „Winter-Ausrüstung“ mit nach Dortmund genommen, um alles an Obdachlose zu verteilen. Wärmespender für den eiskalten Winter.

Kein Groll, dafür große Vorfreude

Was die Corona-Maßnahmen und den Lockdown angeht, verspürt Birgit Langer keinen Groll, vielmehr eine große Vorfreude auf das, was kommt. Auch wenn es durchaus Grund für Ersteres gäbe. Das November-Geld habe sie zwar erhalten, sagt sie, doch das Dezember-Geld immer noch nicht. „Dafür weiß ich schon, wie viel ich vom ersten Lockdown zurückzahlen muss.“ Weil Ehemann Andy noch einen sicheren Hauptberuf hat, ist die Familie auch ohne die Einnahmen vom Gastrobus-Betrieb versorgt gewesen.

  • Jetzt darf es trotzdem wieder los gehen. Das Gastrobus-Team ist bereit, um am kommenden Freitag (21. Mai) wieder die Biergarten-Türen zu öffnen.

  • Öffnungszeiten: täglich von 10.30 bis 18 Uhr.

  • Adresse: Im Depot 45 in Waltrop

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