Nach Knall: Hat ein Sprengsatz den Mülleimer deformiert? Polizei leitet Ermittlung ein

Hat in Waltrop jemand mit einem Sprengsatz hantiert? Ein besorgter Bürger hat unsere Redaktion auf einen stark deformierten Mülleimer hingewiesen, der möglicherweise mit dem nächtlichen Knall von vor wenigen Tagen in Verbindung stehen könnte.

Nach Knall: Hat ein Sprengsatz den Mülleimer deformiert? Polizei leitet Ermittlung ein

Wer oder was hat den Mülleimer am Spurwerkturm derart zerstört? Diese Frage stellt sich ein Leser (Name der Redaktion bekannt), der sich jetzt an unsere Redaktion gewandt hat. Seine Sorge: „Wenn das Ding auf dem Parkfest, dem Weihnachtsdorf oder nur im Keller des Bombenbauers zündet, will ich nicht in der Nähe sein“, schreibt uns der Waltroper, der hier nicht mehr an einen „Polenböller“ glaubt. Drastische Worte, die ausdrücklich ein „Was-wäre-wenn-Szenario“ beschreiben.

Es gibt bisher keinen Beweis

Explizit betont sei daher: Bis dato ist es lediglich eine Vermutung, dass der Mülleimer durch eine Explosion verformt worden ist. Wiewohl auch Bernd Funke, Vorstand des Ver- und Entsorgungsbetriebes, nicht ausschließt, dass ein Sprengsatz dafür verantwortlich sein könnte. „Einen Beweis haben wir dafür aber nicht“, betont er auf Nachfrage unserer Redaktion.

Zeitliche Nähe zum Knall

Auch zeitlich gibt es eine gewisse Nähe zu einem Ereignis, auf das der besorgte Bürger hinweist: Der laute Knall, der in der Nacht zum 10. November einen Polizeieinsatz auslöste. Der Mülleimer sei Anfang letzter Woche so vorgefunden worden, sagt Funke. Das war folglich kurz nach dem nächtlichen Knall. Und dennoch gilt: Ob beide Ereignisse tatsächlich miteinander zusammenhängen, kann mit Gewissheit nicht gesagt werden.

Mülleimer durch neuen erstzt

Inzwischen hat der V+E den zerstörten Mülleimer abmontiert und durch einen neuen ersetzt. Auf Nachfrage unserer Redaktion meldet nun auch die Polizei Interesse an dem Vorgang an. Man werde vor Ort und an dem Mülleimer selbst nachschauen, ob Hinweise auf eine Detonation zu finden seien, sagt Behördensprecher Andreas Lesch. Anhaftungen oder eine Verrußung wären Indizien, auf die die Polizei besonders achtet.

Polizei glaubt eher nicht an Detonation als Ursache

Unterdessen hat der Behördensprecher das Foto bereits dem zuständigen Fachkommissariat für eine erste, vorsichtige Einschätzung vorgelegt. Das Ergebnis: Anhand des Fotos glaubt die Polizei eher nicht an eine Detonation. Nun soll trotzdem noch einmal genauer ermittelt werden.

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