Bewerbungs-Flaute trotz bester Perspektiven: Elektroniker-Azubis gesucht

Die jährlichen Schulpraktika waren stets eine sichere Bank: „Von drei bis vier Praktikanten war immer mindestens einer dabei, der anschließend bei uns die Ausbildung angefangen hat“, sagt Theo Schröer, Geschäftsführer der Elektro Breickmann GmbH.

Bewerbungs-Flaute trotz bester Perspektiven: Elektroniker-Azubis gesucht

In diesem Jahr ist das nicht so. Wegen der Corona-Pandemie gab es keine Schulpraktika. Und das macht sich im Betrieb von Theo Schröer eklatant bemerkbar. Denn anders als sonst, gibt es diesmal kaum eine Bewerbung für die ein bis zwei offenen Ausbildungsplätze, die der Firmenchef neben einem weiteren Gesellen-Posten gerne besetzen würde. „Wir finden einfach niemanden“, sagt Schröer, der seit Mai neuer Innungs-Obermeister in Recklinghausen ist. Er weist darauf hin, dass nach der erfolgreich abgeschlossenen Lehre sogar ein Ingenieur-Studium möglich sei.

„Smart Home“ ein großes Thema

Einer, der seine Ausbildung längst abgeschlossen hat und im Betrieb von Theo Schröer als Elektroinstallateur-Meister arbeitet, ist Florian Krumminga. Er hat sich spezialisiert auf die Umsetzung von sogenannten „Smart Home“-Installationen. „Smart Home“ bedeutet so viel wie „intelligentes Haus“, bei dem so ziemlich alles miteinander vernetzt und automatisiert wird, das man sich nur vorstellen kann.

Praktisch eine Jobgarantie nach Ausbildung

Dass es aktuell offenbar kaum junge Menschen gibt, die eine Lehre zum Elektroniker anfangen wollen, lässt auch Florian Krumminga ein Stück verzweifeln. Er wirbt für seinen Beruf. „Eine Anstellung nach der Lehre ist einem Auszubildenden fast zu 100 Prozent sicher“, sagt der Handwerksmeister. Theo Schröer unterstreicht das. Er könne sich in den vergangenen drei Jahren an kaum einen Fall erinnern, bei dem ein Auszubildender nach der Lehre nicht direkt eine Anstellung bekommen hat.

Verdienstmöglichkeiten steigen schnell

Zwischen 745 und 895 Euro im Monat verdient ein Auszubildender zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik (m/w/d) derzeit im Monat. Nach der Lehre liegt das Einstiegsgehalt bei etwa 2500 Euro. „Es ist aber sehr schnell möglich, deutlich mehr Geld zu verdienen“, betont Theo Schröer. Etwa, wenn man sich weiterbildet im Bereich der Smart Home-Installationen. „Das ist aber nur ein Beispiel“, sagt der Innungs-Obermeister aus Waltrop.

Mathe und Physik sind wichtig

Wer die dreieinhalbjährige Elektroniker-Ausbildung beginnen möchte, der sollte unterdessen eine gewisse Sympathie für die naturwissenschaftlichen Schulfächern mitbringen. Insbesondere Kenntnisse in den Bereichen Mathematik und Physik seien hilfreich, sagt Theo Schröer, der noch einmal auf die „hervorragenden Perspektiven“ seines Berufsstandes hinweist. Denn die Technik wird immer anspruchsvoller - ohne gute Elektriker geht zukünftig nichts mehr.

Praktikum ist ungemein wichtig

Noch einmal zurück zu den Schulpraktika: Bei Elektro Breickmann legt man großen Wert darauf, den potenziellen neuen Azubi oder die neue Azubine im Rahmen eines Praktikums kennenzulernen. „Wir lernen dabei den Menschen viel besser kennen als in einem 30-minütigen Bewerbungsgespräch“, begründet Theo Schröer, der nun hofft, doch noch Bewerbungen für das neue Ausbildungs-Jahr zu bekommen.

  • Wer Interesse hat, den Beruf des Elektronikers für Energie- und Gebäudetechnik zu erlernen, kann sich - am liebsten per E-Mail - bei der Elektro Breickmann GmbH bewerben. Die E-Mail-Adresse lautet: info@breickmann.de

  • Ebenfalls gibt es noch eine offene Gesellen-Stelle

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