Beleuchtungszeiten: Beie, Böhm und Schomberg zählen Kaufmannschaft an

„Ich akzeptiere es nicht, als Stadt und Politik immer verantwortlich gemacht zu werden“, sagt Klaus Beie (SPD), Mitglied des Verwaltungsrates des V+E. Es ging um ein Anliegen des Stadtmarketing, das Ludger Finke (CDU) vorgetragen hatte.

Beleuchtungszeiten: Beie, Böhm und Schomberg zählen Kaufmannschaft an

Finke hatte seinen Verwaltungsrats-Kollegen übermittelt, dass man sich von Seiten des Stadtmarketing längere Leuchtzeiten der tollen, von Waltroper Kindern gebastelten Laternen wünsche, die in der Fußgängerzone hängen. Man solle hier doch für den Einzelhandel etwas tun, sagte Finke.

„…dann werde ich unruhig“

An diesem Punkt hakte Klaus Beie ein - und er machte seinem Unmut Luft. „Wenn ich daran denke, wie schwer sich der Einzelhandel in den letzten Jahren mit der Beleuchtung getan hat, dann werde ich unruhig.“ Grundsätzlich wollte sich Beie hier nicht den schwarze Peter zuschieben lassen. Man habe als Stadt gerade erst die Laternen, Bastelpapier und zusätzliche Lampen finanziert, so der SPD-Politiker, der sich auch darüber ärgerte, dass dies nach seinem Verständnis von Seiten des Stadtmarketing öffentlich nicht kommuniziert worden war. „Ich akzeptiere es nicht, als Stadt und Politik immer verantwortlich gemacht zu werden.“

Einheitliche Öffnungszeiten?

Dorothee Schomberg (Waltroper Aufbruch) sah das ganz ähnlich. „Vielleicht wäre es ein erster Schritt, dass die Kaufmannschaft einheitliche Öffnungszeiten hinbekommt. Da schwillt mir der Kamm - immer ,muss’ die Stadt. Das macht keinen Spaß.“

Beleuchtung kann nicht separat geschaltet werden

Theo Hemmerde (CDU) versuchte, ein bisschen Dampf vom Kessel zu nehmen. „Vielleicht wäre es ja schon ein guter Schritt, die Beleuchtungszeiten regelmäßig anzupassen.“ Dass technisch gesehen die Laternen der Kinder nicht separat von der übrigen Innenstadt-Beleuchtung geschaltet werden kann, erklärte zuvor V+E-Vorstand Bernd Funke. Der Schaltkalender gebe die Zeiten vor. „Wenn, dann leuchten alle Laternen in der Innenstadt.“ Heißt auch: Höherer Stromverbrauch, höhere Kosten. Eine zusätzliche halbe Stunde könnte schon Kosten im vierstelligen Bereich ausmachen, schätzt Funke, der das allerdings noch genauer klären will.

Um eine halbe Stunde nicht feilschen

Auch wenn Karl-Heinz Böhm (SPD) betonte, dass sich „die Kaufmannschaft selbst auch bewegen muss“, so waren sich am Ende alle einig, dass man um eine halbe Stunde nicht feilschen will. Auch „mit Blick auf das Weihnachtsdorf " sei eine längere Leuchtzeit nicht schlecht, sagte auch Klaus Beie.

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