Hochstraßen-Anwohner machen mobil gegen teure Sanierungspläne

Rund 1,7 Millionen Euro soll die aufwendige Sanierung inklusive Umgestaltung der Hochstraße im Oberdorf kosten. Das ist zu viel und nicht nötig, sagen die Anwohner, die mit einer Unterschriftenaktion gegen die Pläne der Stadt mobil machen.

Hochstraßen-Anwohner machen mobil gegen teure Sanierungspläne

559 Unterschriften haben Anwohner und Gewerbetreibende gestern (12.10.) an Bürgermeister Marcel Mittelbach (SPD) übergeben. Ihr Anliegen: Sie wollen die gänzliche Überplanung der zentralen Straße im Oberdorf verhindern und sprechen sich für eine „Variante 0“ aus. Will heißen: Aufteilung und Struktur bleiben so, wie sie sind. Lediglich die Fahrbahn wird erneuert und der Gehweg ausgebessert.

„Lieblos und extrem teuer“

„Die beiden bisherigen Varianten wirken lieblos und sind extrem teuer. Wir von der Hochstraße möchten einen konkreten Entwurf in die Diskussion einbringen, der den Interessen der Anlieger genauso gerecht wird wie denen der Stadt“, sagt Hendrik Peters stellvertretend für die anwesenden Anwohner. „Wir brauchen keine teure, komplette Umgestaltung. Dafür müssen auch keine Bäume gefällt oder Parkplätze wegrationalisiert werden.“

„Variante 0“ lag schon mal auf dem Tisch

In der Tat war während der politischen Diskussion im Fachausschuss bereits eine „Planungsvariante 0“ zur Sprache gekommen. So zitierte Ralf Hördemann vom zuständigen Planungsbüro „Weber Ingenieure“ eine alte Untersuchung, wonach es das Beste sei, an der Hochstraße „alles zu lassen wie es ist“. Stadtplaner Andreas Scheiba bemerkte damals allerdings, dass es bei der von Hördemann angesprochenen Untersuchung nicht um den Ausbau der Straße als solchen ging, sondern um die generelle Verkehrsführung.

Eigentümer werden an Kosten beteiligt

Zurück zur gestrigen Übergabe der Unterschriften. Hendrik Peters dankte auch den anwesenden Vertretern aller Fraktionen. „Wir sind erfreut, dass wir so auch ein positives Signal aus der Politik erhalten. Durch einen Dialog bereits vor den formalen Schritten zur Bürgerbeteiligung können nun alle Beteiligten konstruktiv an den gemeinsamen Zielen arbeiten und einen konsensfähigen Entwurf für die dringend notwendige Sanierung der Straße finden.“ An den Sanierungskosten der Hochstraße werden die Grundstückseigentümer nach Kommunalabgabengesetz (KAG) beteiligt.

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