Vogelwildes Eintracht-Spiel: Dreimal geführt - am Ende ein Zitter-Remis

Eintracht Waltrop bleibt in der Kreisliga C4 auch im fünften Saisonspiel ohne Niederlage. In einer teils vogelwilden Partie gegen Bossendorf II war es Patrick Strozda, der für das Team von Dominik Schenkel kurz vor Abpfiff das Tor zum 4:4 erzielte.

Vogelwildes Eintracht-Spiel: Dreimal geführt - am Ende ein Zitter-Remis

Die Partie begann mit einem Blitzstart der Gastgeber im Sportzentrum Nord. Strozda, der auch den Schlusspunkt setzen sollte, markierte gleich im ersten Angriff das 1:0 (1.). „Da war ich noch gar nicht auf meinem Trainerstuhl angekommen“, sagt Schenkel selbst ein bisschen überrascht. Doch die Führung seiner Elf sollte nicht lange Bestand haben. Pascal Wortmann glich für die Bossendorfer Zweitvertretung, die jetzt Tabellenführer ist, zügig zum 1:1 aus (7.). Ein Muster, das sich noch mehrmals wiederholen sollte.

Auf ein Tor folgt ein Gegentor

Nachdem Jonas Kollmann die Eintracht aus Waltrop in Spielminute acht mit dem 2:1 postwendend erneut in Front gebracht hatte, mussten die Gastgeber noch vor der Halbzeit den erneuten Ausgleich schlucken - 2:2 (44.). Torschütze war mit einem sehenswerten Schuss aus 22 Metern wieder Wortmann.

Eintracht Waltrop drückt

Nach dem Seitenwechsel übernahm die Schenkel-Elf mehr und mehr die Spielkontrolle, was sich - zunächst - auch auszahlen sollte. Stefan Starick brachte sein Team zum dritten Mal an diesem Tag in Front. Bitter aus Waltroper Sicht: Zum dritten Mal gab’s auch den Ausgleich, wenngleich das Strafstoß-Tor als schmeichelhaft bezeichnet werden durfte.

Ausgerutscht oder Foulspiel?

Der Schiedsrichter hatte ein Foul im Zweikampf zwischen Timo Siekirka und Pascal Wortmann erkannt. Die Waltroper beschwerten sich, sagten, dass der Stürmer auf nassem Geläuf ausgerutscht sei. Eine Widerrede gab es bemerkenswerter Weise auch nicht von der Bossendorfer Seite, den Strafstoß gab’s trotzdem. Der Gefoulte selbst trat an und markierte mit seinem dritten Tor das 3:3.

Plötzlich führt Bossendorf

Eintracht blieb die spielbestimmende Mannschaft. Doch die Gastgeber verpassten es, ihre Angriffe mit letzter Konsequenz zu Ende zu spielen. „Wir hätten einfach mal aus der zweiten Reihe draufschießen müssen. Das fehlte uns komplett“, sagt Dominik Schenkel. Und dann stellte Bossendorf das Spielgeschehen auf den Kopf. Marc Bachor schloss einen schnellen Konter mit einem Flachschuss aus zentraler Position zum 4:3 ab (76.).

„Nehmen Punkt gerne mit“

Der Primus führte das erste Mal in diesem Spiel, brachte den Sieg allerdings auch nicht über die Ziellinie. Patrick Strozda verwandelte in der 87. Minute einen Elfmeter zum verdienten 4:4-Remis. „Wir haben eine gute Performance abgeliefert. Den Punkt nehmen wir gerne mit“, resümiert der Eintracht-Coach, der auf der anderen Seite auch weiß, dass hier mehr drin gewesen wäre.

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