Drama in der Nachspielzeit: Elfmeter, Latte - aber Eintracht fällt nicht um

Es bleibt dabei: Wenn Eintracht Waltrop auf dem Platz steht, dann fallen Tore. Viele Tore. Diesmal behielt das Team von Dominik Schenkel das bessere Ende für sich. Mit 4:3 (3:0) bezwang Eintracht den TuS Henrichenburg II.

Drama in der Nachspielzeit: Elfmeter, Latte - aber Eintracht fällt nicht um

Man könnte das Bild des angeschlagenen Boxers bemühen, um den Zittersieg des Waltroper C-Ligisten nachzuzeichnen. Die Schenkel-Elf taumelte, aber sie fiel nicht um. Dabei wäre es auch ohne diese dramatischen Schlussminuten ein ausreichend heißer Tanz gewesen, denn die heftige Sonne verlangte den Akteuren auch so schon vieles ab.

Eine Stunde lang alles im Griff

Nach Abpfiff der 90 aufreibenden Minuten fragte sich allerdings nicht nur Dominik Schenkel, wie es nochmal so eng werden konnte. Denn eigentlich hatte sein Team eine Stunde lang alles im Griff. Das belegte auch das Ergebnis: 4:0. Es trafen Stefan Starick, Mike Lellinger, Emir Tavalioglu und Timo Siekirka. Doch dann bewahrheitete sich einmal mehr eine alte Fußballweisheit: „Wenn du vorne die Dinger nicht wegmachst…“, resümierte Dominik Schenkel nach Abpfiff.

Henrichenburger Doppelschlag

In der 65. Minute kam Henrichenburg nach einem Eckball zum Anschlusstreffer, weil Stefan Prietzel am langen Pfosten lauerte. Nur zwei Minuten später rappelte es wieder: Joshua Könnecke nagelte einen Freistoß aus 22 Metern direkt ins Netz. Eintracht-Keeper Daniel Kunath konnte da nur staunen. Doppelschlag Henrichenburg und natürlich hatten die Gäste jetzt Oberwasser.

Gäste-Keeper macht starkes Spiel

Dennoch gelang es Eintracht, die Henrichenburger Drangphase aufzuhalten. Unter anderem Emir Tavalioglu (72./81.) hätte in der Folge seinen Trainer beruhigen können, doch zweimal blieb der starke Gäste-Keeper Nico Maaß Sieger. Ohnehin konnten sich die Henrichenburger auch schon in Durchgang eins bei ihrem Schlussmann bedanken, dass der Rückstand nicht noch erheblich höher ausfiel.

Kunath macht sich lang und länger

Es schlug die 85. Spielminute, als erneut Joshua Könnecke mit einem bärenstarken Abschluss aus spitzem Winkel doch noch zum 4:3 traf. Eintracht ging jetzt auf dem Zahnfleisch. Keeper Kunath machte sich lang und länger, um einen Distanzschuss (90.+1) aus der Ecke zu kratzen und plötzlich pfiff Schiedsrichter Muammer Sarac in der 3. Minute der Nachspielzeit eine Aktion im Strafraum ab: Elfmeter Henrichenburg! „Es soll wohl ein Handspiel von Stefan Starick gewesen sein“, sagt Schenkel.

Die Latte rettet Eintracht

Es drohte das gleiche Schicksal und Ergebnis wie aus der Vorwoche, wo Eintracht ebenfalls kurz vor Ende das 4:4 gegen den FC 96 Recklinghausen II kassiert hatte. Daniel Sulewski übernahm für Henrichenburg die Verantwortung, trat zum Elfmeter an und vergab. Die Latte rettete Eintracht den 4:3-Erfolg und den ersten Dreier der Saison.

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