Erster Dreier, erste Mal zu Null: „Da ist eine Last abgefallen“, sagt Ridder

Effektiv ist eine Vokabel, die bisher nicht wirklich mit dem Offensivspiel von Teutonia SuS Waltrop kompatibel war. An diesem Sonntag waren die Teutonen effektiv - und weil auch die Defensiv-Arbeit passte, gab's verdiente drei Punkte.

Erster Dreier, erste Mal zu Null: „Da ist eine Last abgefallen“, sagt Ridder

DJK BW Huckarde hieß der Gegner im Sportzentrum Nord - und das Endergebnis 3:0 (2:0). Über weite Strecken des Spiels haben die Zuschauer, zu denen auch Köln-Profi Luca Kilian gehörte, der seinen Bruder Jonah im Teutonen-Dress unterstützte, eine erwachsene Leistung der Waltroper gesehen. Erwachsen und vor allem effektiv, auch wenn die spielerische Komponente heute stellenweise auf der Strecke blieb.

„Hätten uns nicht beschweren dürfen“

„Wir hatten endlich auch mal das Spielglück auf unserer Seite“, freut sich Teutonen-Trainer Oliver Ridder. Damit meint er, dass Huckarde in seiner stärksten Phase zur Mitte der ersten Halbzeit und beim Stand von 1:0 für die Gastgeber möglicherweise einen Handelfmeter hätte bekommen können. Henrik Sommer hatte den Ball unglücklich an den Arm bekommen. „Wir hätten uns nicht beschweren dürfen“, sagt Ridder.

Elfmeterpfiff bleibt aus

Der Elfmeterpfiff blieb aber aus. Und weil der über außen freigespielte Marc Andre Vollmert bereits in der 5. Spielminute aus kurzer Distanz zur Waltroper Führung einschob, blieb der Vorsprung bestehen. Vielleicht nicht als Spielglück, aber als psychologisch wertvoll war dann der Zeitpunkt zu bezeichnen, zu dem das sehenswerte 2:0 fällt: nämlich zwei Minuten vor der Halbzeit.

Torwart muss verletzt vom Platz

Lutz Hamann, der gegen Huckarde zu den besten Teutonen zählte, nagelte einen Eckball volley unter das Gebälk. Keine Abwehrchance für Torwart Maximilian Burbaum, der später nach einem Zweikampf mit dem eingewechselten Ü32-Routinier Tim Lohfink verletzt vom Platz musste (siehe Bilder!). Was Ridder daran besonders gefiel: „Das Tor fällt nach einer Eckballvariante, die wir im Training genau so geübt haben.“ Nach vier Niederlagen aus vier Bezirksliga-Spielen war der Erfolg natürlich auch Balsam für des Trainers Seele. „Auch wenn der Vorstand hinter dir steht. Anspannung ist trotzdem da.“

Gezielte Angriffe nach gleichem Muster

Spielerisch zeigten die Gastgeber derweil nur sehr punktuell ihre Klasse auf. Und das insbesondere dann, wenn es schnell nach vorne ging. Dabei waren es immer wieder gezielte Angriffe nach gleichem Muster: Ein schneller Ball auf die Außenbahn, dann zur Grundlinie oder in Richtung Strafraum abbiegen und in der Mitte eine Anspielstation finden. Weil insbesondere das Offensivpressing von Nico Poslednik, Hamann und Kapitän Luca Gennermann engagiert vorgetragen wurde, schenkte Huckarde den Ball oft unpräzise her. Von der Ridder-Elf war das erzwungen.

Vollmert schnürt Doppelpack

Einen dieser Fehler münzten die Teutonen dann in das Tor zum 3:0 um. Und erneut waren Poslednik und Hamann beteiligt, die über die rechte Offensivseite zur Grundlinie vorstießen. Poslednik schickte Hamann auf die Reise, und der fand in der Mitte den nachgerückten Vollmert. Aus kurzer Distanz vollendete er zum 3:0 (73.).

Ein Blick auf die Tabelle

Ein Pfostenschuss durch Huckardes Aaron Spichal kurz vor Ende war in Durchgang zwei die beste Möglichkeit der Gäste. Teutonia SuS steht mit den ersten drei Punkten nun auf Tabellenplatz 13. Huckarde hat fünf Zähler - Platz 12.

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