Krankenwagen kommt: Sulzbachers Verletzung trübt starken Teutonen-Auftritt

Teutonen-Coach Oliver Ridder war zufrieden mit der Vorstellung seiner Elf im ersten Testspiel nach der Endlos-Pause. 2:2 (1:1) hieß es am Ende gegen Landesligist Hombrucher SV. Eine Verletzung und ein spätes Gegentor trübten die Freude.

Krankenwagen kommt: Sulzbachers Verletzung trübt starken Teutonen-Auftritt

Bevor der Ball rollte, verabschiedeten die Teutonen ein Trio, das mitunter seit Jahrzehnten zum aktiven Inventar zählte: Ex-Coach Tim Braun, Sven Beckmann und Eike Stöve. Sie alle bekamen ein kleines Geschenk überreicht. Dann war mit achtminütiger Verspätung Anstoß.

Spielidee war zu erkennen

Und das, was die Teams boten, konnte sich angesichts der langen Pause und dem intensiven Vorbereitungsprogramm durchaus sehen lassen. Bei den Teutonen war die Spielidee des neuen Trainers in Ansätzen gut zu erkennen. Hinten giftig attackieren und nach vorne mit möglichst wenig Ballkontakten und über die Seiten.

Brunner legt vor, Vollmert trifft

So war es auch kein Zufall, dass das Tor zum 1:1-Ausgleich fiel (42.), nachdem der Ball aus der Mitte schnell auf die rechte Außenbahn durchgesteckt wurde. Ähnlich gelagerte Angriffe - in der Anfangsphase zumeist über links - brachte die Ridder-Elf zuvor schon einige Male erkennbar gewollt nach vorne. Elton Brunner flankte halbhoch in die Mitte, wo Marc Andre Vollmert den Ball aus dem Getümmel im Tor unterbrachte.

Zweimal Abseits, zweimal Tor

Zur Wahrheit dazu gehört, dass der Treffer eigentlich nicht hätte zählen dürfen. Brunner stand relativ klar im Abseits, Schiedsrichter Said Masuod Moqadam hatte das nicht gesehen. Die Teutonen vermochten es vielleicht als ausgleichende Gerechtigkeit anzusehen, denn das 1:0, das gerade eine Minute zuvor gefallen war, geschah wohl ebenso aus einer Abseitsposition heraus. Dennoch brachte Tim Schrade den Ball sehenswert von der 16er-Linie im Tor unter.

Ballbesitz vs. Torchanchen

Was den Ballbesitz anging, hatte Hombruch ein leichtes Übergewicht in Halbzeit eins. Bei den Torchancen durfte man die Hausherren trotz der niedrigeren Liga-Zugehörigkeit mindestens als ebenwürtig ansehen, wenn nicht sogar als stärker. So vergab unter anderem Tobias Recknagel im Duell mit Hombruch-Keeper Tim Schmale noch einen Hochkaräter (32.).

Später Ausgleich nach Standardsituation

Zur Halbzeit hatte Oliver Ridder sechsmal gewechselt. Die 14 Trainingseinheiten, die er seinem Team in den vergangenen zehn Tagen abverlangte, hatten Körner gekostet. Luca Gennermann war es, der die Teutonen in der 61. Minute in Führung brachte. Spiel gedreht, aber nicht über die Zeit gebracht. „Wenn du dann kurz vor Schluss noch einen nach einer Standardsituation kassierst, ist das ärgerlich“, sagt Oliver Ridder. So war es aber. Markus Bednarek markierte in der 89. Minute den 2:2-Ausgleich.

Krankenwagen versorgt Sulzbacher

Die Freude über den guten Auftritt war bei den Teutonen trotzdem getrübt. Florian Sulzbacher, der zur Halbzeit eingewechselt worden war, blieb nach etwa 70 Minuten im Kunstrasen hängen und verletzte sich dabei schwer am Knie. Ein Krankenwagen kam.

Krafttraining und Fußball-Tennis

Während Coach Ridder seinem Team morgen den ersten freien Tag in der Vorbereitung gönnt, geht es am Dienstag mit einer Partie Fußball-Tennis weiter. Anschließend fokussiert sich das Training intensiver auf den Kraftbereich.

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